Zwei Tage lang war sich Sultana C. (52) sicher. Ihr Sohn Manfred P. (27) muss Opfer von brutalen Schlägern geworden sein. Doch nun ist das Rätsel um den mysteriösen Fall von Alsterdorf gelöst. Manfred P. erlitt schwerste Verletzungen - weil er nach einem Einbruch in Alsterdorf vier Meter tief von einem Dach gestürzt war.
Ein Anrufer hatte Dienstagnacht die Beamten alarmiert und gesagt, dass ein Mann an der Alsterdorfer Straße von einer Bushaltestelle gefallen sei. Die Polizisten fanden Manni P. - er war lebensgefährlich verletzt (MOPO berichtete). Mittlerweile steht fest: Der Anrufer war ein Komplize des 27-Jährigen. Zuvor war Manfred P. gemeinsam mit drei Bekannten in ein Büro auf dem Gelände der Stiftung Alsterdorf an der Elisabeth-Flügge-Straße eingebrochen. Über ein Vordach kletterten die Männer zu dem Büro, schlugen die Fensterscheibe ein und stahlen den Tresor mit mehr als 2000 Euro. Als die Männer den Tresor abtransportieren wollten, stürzte Manni P. vier Meter tief von dem Dach. Vermutlich legten ihn seine Komplizen danach an die Bushaltestelle an der Alsterdorfer Straße, damit der Schwerverletzte gefunden wird.
Ermittlungen ergaben, dass drei Männer (20, 22 und 26 Jahre alt) an dem Einbruch beteiligt waren. Mittwochmorgen nahmen Polizisten den 22-jährigen Ibrahim B. in seiner Wohnung an der Straße Im Grünen Grunde (Ohlsdorf) fest. Kurz vor dem Zugriff hatten die Ermittler den Täter noch am Fenster beobachtet. Er zählte Geld. Zwei der Täter sind noch immer auf der Flucht. Manfred P. ringt im Krankenhaus noch immer mit dem Tod.