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LOVESTORY

P.S. Ich liebe Dich

Die Story: Holly (Hilary Swank) und Gerry (Gerard Butler) hatten einen simplen Plan: gemeinsam alt werden. Doch plötzlich stirbt Gerry an einem Hirntumor, und Holly bleibt allein zurück. Sie kapselt sich ab. Bis sie entdeckt, dass Gerry ihr kurz vor seinem Tod zwölf Briefe geschrieben hat: für jeden Monat einen. Jeder enthält eine Aufgabe für Holly. Und jeder endet mit den Worten: "P.S. Ich liebe Dich." Was für eine zauberhafte Idee! Und was für eine enttäuschende Ausbeute! Schon Gerrys Aufgaben erweisen sich als reichlich trivial: Im ersten Monat soll sich Holly eine Lampe kaufen, im zweiten in einer Karaoke-Bar singen. Rückblenden entlarven Gerry und Holly zudem als uninteressante Figuren: sie als permanent unsichere, ängstliche Zicke, die nicht weiß, was sie will; ihn als draufgängerischen, unbeschwerten, vor Selbstbewusstsein strotzenden Bauernlümmel. Nichts verband die beiden - außer körperlicher Anziehung: Ihr Ritual bestand in langen, lauten Streitereien mit anschließendem Versöhnungssex ...



Die Schauspieler: Von dieser sexuellen Anziehung ist zwischen den Hauptdarstellern leider nichts zu spüren. Gerard Butler entwickelt sich nach "Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens" und "300" offenbar zum Spezialisten für eindimensionale Figuren. Und die zweifache Oscar-Preisträgerin Hilary Swank ("Boys Don't Cry", "Million Dollar Baby") absolviert ihre erste romantische Komödie mal mit albernem Lächeln, mal mit verbissenen Zügen um die Mundwinkel. Hat sie sich vielleicht nur deshalb hier hineinverirrt, weil alle anderen Kandidatinnen von Meg Ryan bis Sandra Bullock die Rolle abgelehnt haben? Noch trauriger sieht es indes bei den schablonenhaften Nebenfiguren aus: Klasse-Aktricen wie Lisa Kudrow ("Friends"), Gina Gershon ("Bound") oder Kathy Bates ("Misery") hat man selten so farblos erlebt.



Der Co-Autor und Regisseur: Nach seinem anrührenden Schuldrama "Freedom Writers", ebenfalls mit Hilary Swank in der Hauptrolle, machte sich Richard LaGravenese an die Verfilmung des Weltbestsellers von Cecelia Ahern. Er verlegte die Handlung von Irland nach New York und griff stark in die Geschichte ein, doch gegen die Seichtheit der Vorlage kam er nicht an: Fast könnte man meinen, der Film wäre während des Autorenstreiks in Hollywood entstanden. Immerhin hat LaGravenese einst großartige Drehbücher wie die zu "König der Fischer" oder "Die Brücken am Fluss" verfasst. Hier hingegen dominieren Banalitäten, Kitsch und Klischees. Und nach einem furiosen Streit zwischen Holly und Gerry am Anfang des Films wird auch die Inszenierung zähflüssig und gefühlsduselig, so dass man trotz einiger wirklich schöner Momente schon bald das Ende der Attacken auf die Tränendrüsen herbeisehnt.



Fazit: Eine seichte, sentimentale, schmalzige Schmonzette für Schmachtherzen.

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Datum:  17.1.2008
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