LEVERKUSEN - HSV
2:4! Ruud und Co. gehen unter
Foto: Witters
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Das war's mit der Königsklasse! Mit 2:4 (1:1) hat der HSV bei Bayer Leverkusen verloren. Stefan Kießling (22./62. Minute) mit seinen Saisontoren 15 und 16 sowie Eren Derdiyok (55.) und Gonzalo Castro (84.) machten vor 30.231 Zuschauern in der ausverkauften BayArena die Hamburger Hoffnung auf einen Champions League-Platz wohl endgültig zunichte. Zé Roberto (33.) nach schwerem Patzer von Rene Adler und David Rozehnal (83.) trafen für die Gäste. Zu wenig für den HSV, um bei der Rückkehr von Trainer Bruno Labbadia ("Wir haben in der zweiten Halbzeit das Fußballspielen eingestellt") an die frühere Wirkungsstätte einen Punkt mitzunehmen.
Auch ohne die gelb-gesperrten Stefan Reinartz und Toni Kroos wirkte Bayer frischer und spritziger. Zudem hatte Abwehrchef Sami Hyypiä im Duell der früheren England-Legionäre Hamburgs Torjäger Ruud van Nistelrooy gut im Griff.
Dafür war der Finne am Tor zum 1:1 nicht ganz unbeteiligt. „Das war einfach ein Missverständnis zwischen Rene und Sami“, gab Bayer- Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser dem Abwehrspieler eine Mitschuld am Ausgleich. Bedrängt von seinem Teamkollegen hatte Nationalkeeper Adler eine Flanke direkt vor die Füße des Brasilianers Zé Roberto gefaustet, der aus 16 Metern ins leere Tor traf.
Drei Tage nach dem Europa League-Sieg gegen Anderlecht waren die Hamburger hochkonzentriert in ihr 41. Pflichtspiel der Saison gestartet. Das erste Achtungszeichen in einer temperamentvollen Partie setzte Mladen Petric (11.), der nach Eljero Elias Zuspiel nur noch Rene Adler vor sich hatte, den Ball aber um Zentimeter am Tor vorbei setzte. Mehr Nervenstärke bewies auf der Gegenseite Kießling. Als die Abseitsfalle des HSV einmal nicht zuschnappte, lief der Torjäger mit einem Pass von Tranquillo Barnetta auf und davon und ließ auch Frank Rost mit einem platzierten Flachschuss keine Chance.
Im zweiten Durchgang erhöhten die Leverkusener den Druck, während der HSV nun dem Kräfteverschleiß Tribut zollen musste. Nach Flanke von Daniel Schwaab traf Derdiyok per Kopf zu seinem zwölften Saisontor und sorgte damit schon für die Vorentscheidung. Sieben Minuten später lief Renato Augusto seinem Gegenspieler Dennis Aogo auf und davon, die Flanke des Brasilianers köpfte Kießling im Hechtsprung zum 3:1 ins Hamburger Gehäuse.
Das Anschlusstor durch Rozehnal beantwortete Castro postwendend mit einem Schuss in den Winkel zum 4:2. Allein Rost verhinderte Schlimmeres für die Hanseaten, die in der Tabelle auf Rang fünf zurückfielen. Viele Spieler verabschiedeten sich angesichts der zehn Punkte Rückstand auf Leverkusen nach dem Spiel von der Königsklasse.
HSV - Leverkusen
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Mladen Petric hat die erste Chance
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Ruud van Nistelrooy bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz von Beginn an
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Stefan Kießling macht das 1:0
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Kießling und Derdiyok jubeln
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Eljero Elia gegen Arturo Vidal
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Zé Roberto erzielt den Ausgleich
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Mathijsen verletzt sich bei einem Zweikampf mit Kießling
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Eren Derdiyok macht das 2:1
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Die HSV-Abwehr bricht in Durchgang zwei auseinander
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Ruud van Nistelrooy blieb ohne Torchance
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Rozehnals Tor zum 3:2 brachte Hoffnung, doch wenig später war's mit dem 4:2 durch Castro gelaufen.
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Rozehnal und Jarolim sind enttäuscht
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Elia und Jansen ebenfalls
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Mladen Petric muss die Pleite erstmal verdauen
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Jupp Heynckes hat seinen Vorgänger Bruno Labbadia besiegt
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Bruno Labbadia zurück an alter Wirkungsstätte
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Leverkusen - HSV: Die MOPO-Noten
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Leverkusen - HSV: Die MOPO-Noten
Guy Demel: Hatte einen ganz schweren Stand gegen Barnetta. Der Schweizer zeigte Guy die Grenzen auf. Note 5,5
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David Rozehnal: Hing beim 0:1 und 2:4 mit drin. Da half auch sein erster Bundesligatreffer nicht weiter. Note 4,5
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Joris Mathijsen: Ebenfalls an zwei Gegentoren beteiligt – zu viele für einen Abwehrchef. Note 5,5
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Dennis Aogo: Zog gegen Renato Augusto mehrfach den Kürzeren. Auch das machte diesmal den Unterschied. Note 5 - ab 69. Trochowski
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Zé Roberto: Traf herrlich zum 1:1. Der Rest war wenig bis nichts. So wird Zauber-Zé zu Zéro. Note 4,5 - ab 76. Pitroipa
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David Jarolim: So engagiert er auch aufspielte – nach dem Wechsel riss auch bei ihm etwas der Faden. Note 4
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Eljero Elia: Begann stärker als zuletzt. Hat aber nach wie vor nicht die Durchschlagskraft, die ihn noch in der Hinrunde auszeichnete. Note 4,5
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Marcell Jansen: Viel unterwegs. Doch bei allem Eifer mangelte es an Genauigkeit. Note 4
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Mladen Petric: Rieb sich auf, lag oft am Boden. Ein ganz mühsamer Ritt für ihn. Note 4
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Ruud van Nistelrooy: Sehr fleißig, mit guten Ideen. Kam leider vor dem Tor so gut wie gar nicht zur Geltung. Note 3,5 - ab 70. Berg
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Frank Rost: Nicht an jedem Spieltag sind von ihm außergewöhnliche Reflexe zu erwarten, die den HSV retten können. Note 4
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Leverkusen - HSV: Stimmen zum Spiel
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Leverkusen - HSV: Stimmen zum Spiel
Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): "Ich denke, dass sich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit sehr gesteigert, ruhiger und präziser gespielt und dann auch verdient gewonnen hat. Wir haben heute die richtige Reaktion gezeigt und die Spieler haben ihren Lohn bekommen."
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David Jarolim: "Diese Niederlage ist ärgerlich. Natürlich hat Bayer Leverkusen ein gutes Spiel gemacht, offensiv viel Druck erzeugt. Aber irgendwie waren wir an allen Gegentoren nicht unbeteiligt, hatten genügend Möglichkeiten, die Treffer in der Entstehung zu verhindern. Doch heute war so ein Tag, an dem man in vielen Situationen einen Schritt zu spät kommt oder sich für die falsche Variante entscheidet. Den Kopf lassen wir aber nicht hängen, es geht weiter. Unser Ziel sind weiterhin die internationalen Plätze, und da gilt es in den nächsten Wochen wieder zu punkten."
Joris Mathijsen: "Aus diesem Spiel müssen wir unsere Lehren ziehen und es dann schnell abhaken. Wir wissen, dass Leverkusen ein starker Gegner war, die stehen nicht zu Unrecht da oben. Wir wissen aber auch, dass wir besser spielen können. Und damit müssen wir jetzt gleich wieder anfangen, mit Anderlecht und Schalke warten ja gleich wieder zwei Highlights auf uns."
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Marcell Jansen: "Es sind noch acht Spiele, es werden noch 24 Punkte vergeben, da kann noch viel passieren. Aber realistisch betrachtet geht es für uns jetzt um die Europa League-Plätze, dafür gilt es Punkte zu sammeln. Und natürlich wollen wir im Europapokal weiterkommen, dafür brauchen wir am Donnerstag ein gutes Spiel in Anderlecht. Deshalb muss diese Niederlage schnell raus aus den Köpfen, unser Blick muss nach vorne gehen."
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Frank Rost: "Wir machen zu viele Fehler. Du kannst immer viel von der Champions League reden – aber letztlich zählen Ergebnisse. Und die waren zu oft schlecht."
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Guy Demel: "Nun haben wir unsere letzte Karte für die Champions League verspielt."
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Bruno Labbadia: "Der Sieg für Bayer Leverkusen geht in Ordnung, da wir in der zweiten Halbzeit in den entscheidenden Situationen zu weit von den Gegenspielern weg waren, nicht gut genug gegen den Ball gearbeitet haben - alles Dinge, die wir am Donnerstag beim Sieg gegen Anderlecht sehr gut gemacht haben. Da müssen wir jetzt schnellstens wieder hinkommen, denn der Kampf um die internationalen Plätze wird sich weiter zuspitzen. Und außerdem wollen wir ja auch in der Europa League weit kommen. Dafür werden wir weiter hart an uns arbeiten."
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