Die Geschichte eines Lebens besteht aus einer Kette von Erinnerungen an Orte, Menschen und Begebenheiten. Was passiert, wenn diese Erinnerungen verloren gehen, schildert der amerikanische Physiker, Musiker und Romancier Richard Powers in seinem neuesten Roman "Das Echo der Erinnerungen" (S. Fischer Verlag), für den er den wichtigsten US-Literaturpreis, den National Book Award for Fiction, erhielt. Morgen ist Richard Powers zu Gast im Hamburger Literaturhaus.
Im Roman überschlägt sich Powers' Protagonist Mark mit dem Auto und erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, in dessen Folge er seine Schwester Karin für eine feindliche Doppelgängerin hält. So merkwürdig es klingt, Kraniche haben Powers zu diesem Buch inspiriert: "Ich durchquerte die USA. Irgendwo in Nebraska sah ich einen Teppich aus Hunderttausenden riesiger Vögel. Später hörte ich, dass es Kraniche an ihrem Frühlings-Rastplatz waren. Eine halbe Million Kraniche auf einem tausend Meilen langen Zug. Pünktlich, immer zur selben Zeit, kamen sie jedes Jahr an diesen Fluss."
Die Vögel, fand Powers heraus, "verfügen in ihrem Gehirn über die gleichen Strukturen, wie wir sie auch in unserem Kopf finden". Was würde passieren, wenn diese Strukturen zerstört wären? So entwickelte er einen Roman, der spannend, wissenschaftlich fundiert und philosophisch zugleich ist. "Ich glaube", sagt er, "ich war auch ein Zugvogel, der eine Navigationskarte in sich trägt." Mit deren Hilfe er punktgenau einen Welterfolg landete.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?