Es ist das Ziel der Bildungsbehörde, möglichst wenige Primarschulen auf zwei Standorte zu verteilen. Soweit die Raumkapazitäten es zulassen, sollen alle Kinder einer Schule bis zur sechsten Klasse in einem Gebäude untergebracht werden. Das sind bei einer Vorgabe von drei parallelen Klassen pro Stufe immerhin 21 Klassen. Doch Hamburg hat viele kleine Grundschulen.
Der Deutsche Lehrerverband Hamburg (DLH) hat nun ausgerechnet, dass von 227 Grundschulen 155 zu klein für eine Primarschule sind. In Altona liegt die Quote bei 64 Prozent, im Eimsbüttel bei 69 Prozent. Neubauten sind nicht geplant. Die Folge laut Lehrerverband: "Die Mehrzahl der Primarschulen müsste auf zwei Standorte aufgeteilt werden." Dann würden Kinder ab Klasse drei in einem anderen Gebäude unterrichtet.
Die Elternkammer fordert aber: "Die Primarschule an einem Standort sollte der Regelfall sein." Behördensprecherin Annegret Witt-Barthel weist die Berechnungen des DLH zurück: "Diese Annahmen sind nicht belastbar. Wir warten die Ergebnisse der Regionalen Schulentwicklungskonferenzen ab." (san)
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