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Babybrei für Eltern - Hipp setzt auf Erwachsene

Babybrei für Eltern - Hipp setzt auf Erwachsene

Pfaffenhofen a.d. Ilm - In Deutschland werden immer weniger Babys geboren - jetzt setzt der Babynahrungshersteller Hipp auf Erwachsene. «Wir haben früher mal doppelt so viele Geburten gehabt - das merkt man natürlich», sagte Unternehmenschef Claus Hipp am Mittwoch im oberbayerischen Pfaffenhofen.

«In unserer Gesellschaft, die immer älter wird, wird Babynahrung auch im Erwachsenenbereich eine Zukunft haben». Besonders junge Frauen und ältere Menschen griffen heute oft zum berühmten Gläschen, das in diesem Jahr am 1. Juli 50. Geburtstag feiert. Jedes vierte Obst-Gläschen werde inzwischen von einem Erwachsenen geleert, sagte Hipp.

Vor allem junge Mütter versuchten, mit der nach Unternehmensangaben kalorienarmen Nahrung ihrer Kinder nach der Geburt Gewicht zu verlieren. Ältere Menschen vertrügen den Babybrei oft besser als herkömmliches Essen. Extra um die ältere Kundschaft werben will das Unternehmen nach Angaben seines Chefs aber nicht. «Wir wollen bei unserem Baby-Image bleiben.»

Rund 500 Millionen Euro Umsatz machte das Unternehmen im vergangenen Jahr - das waren 90 Millionen mehr als 2008. Etwa die Hälfte davon erwirtschaftete Hipp auf den stark wachsenden Auslandsmärkten. «Wir wachsen vor allem im europäischen Ausland und in den Ländern des ehemaligen Ostblocks.» In Deutschland liegt der Marktanteil bei Babykost und -getränken nach Unternehmensangaben bei etwa 66 Prozent.

Neben Deutschland produziert das Unternehmen in Kroatien, Österreich, Ungarn und der Ukraine. Am 1. April soll ein Werk in Russland eröffnet werden. In Ungarn essen Kinder beispielsweise am liebsten pürierten Kürbis, während in Deutschland traditionell Karottenbrei Verkaufsrenner ist.

Hipp kritisierte seiner Ansicht nach überzogene Regulierungen wie die von der EU ursprünglich geplante Lebensmittel-Ampel und Lebensmitteltests, die mit «willkürlichen Kriterien» falsche Ergebnisse erzielten und damit zur Verunsicherung der Verbraucher beitrügen. Die Zeitschrift «Öko-Test» hatte Ende Februar krebserregende Stoffe in Baby-Gläschen ­ auch von Hipp ­ gefunden. Claus Hipp wies den Bericht zurück. Seine Produkte seien nicht gesundheitsgefährdend.

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Datum:  17.3.2010
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