Der geplante Deckel über der Autobahn A7 nimmt Gestalt an. In der Stadtentwicklungsbehörde will man das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr auf den Weg bringen. Ziel: Mit dem Bau der 3,6 Kilometer langen Überdeckelung im Bereich Bahrenfeld, Stellingen und Schnelsen soll möglichst im Jahr 2012 begonnen werden.
Staatsrat Stephan Winters (GAL) betonte, dass jüngste Gespräche mit den Initiativen vor Ort wie etwa mit den betroffenen Kleingärtnern, gezeigt hätten, "dass sich alles regeln lässt". Wie berichtet müssen rund 500 Kleingärten für den Ausbau der A7 umziehen - sie sollen Platz auf dem Deckel bekommen. Europaweit einmalig sei der Deckelbau, da es sich inklusive der Standspuren zum Teil um einen Ausbau auf zehn Spuren handelt. Die Autobahnbreite werde dadurch zum Teil 50 Meter betragen. Anders als befürchtet müssen für den Bau keine Häuser abgerissen werden. Zwar gehe die Tunnelkante bis auf fünf Meter an Wohnhäuser heran wie beispielsweise am Schopbachweg. Technisch jedoch sei dies kein Problem. Bereits jetzt will die Behörde Wettbewerbe zur Gestaltung der Grünanlage auf dem Deckel starten - zunächst für Eimsbüttel. Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen.
Das gigantische Bauvorhaben kostet 587 Millionen Euro. 420 Millionen Euro übernimmt der Bund. Durch den Verkauf der Kleingartenflächen rechnet die Stadt mit Einnahmen von 89 Millionen Euro. Bleiben für Hamburg Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro. Auf den verkauften Flächen sollen rund 1600 Wohnungen entstehen.
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