Shootingstars - zu Deutsch: Sternschnuppen - tauchen ganz plötzlich auf, verglühen aber auch schnell wieder. Die 17-jährige Geigerin Veronika Eberle gehört sicher nicht in diese Kategorie, auch wenn ihre Musik, wie kürzlich im Schloss Reinbek die Sonaten von Beethoven, Schumann und Prokofieff, zum Staunen und Schwärmen anregt.
Geboren im bayerischen Donauwörth, setzt sie schon im zarten Alter von sechs Jahren ihren Kopf durch. Geige möchte sie lernen und nicht Klavier, wie die Eltern es ihr nahelegen. Eine weise Entscheidung. Auszeichnungen zahlreicher nationaler und internationaler Musikwettbewerbe purzeln seit einigen Jahren nur so über sie herein: mehrere 1. Bundespreise bei "Jugend musiziert", der 1. Preis beim "Yfrah-Neaman-Wettbewerb 2003", zuletzt der Nachwuchsförderpreis und Publikumspreis auf dem Schleswig-Holstein Musik Festival 2005.
Dahinter steht natürlich harte Arbeit: drei bis vier Stunden Üben am Tag. Ganz nebenbei muss sie sich bald noch auf das Abitur vorbereiten. "Aber ich habe einen sehr kulanten Rektor, der mir immer freigibt, wenn ich es brauche", sagt Eberle. Und im Moment kann sie es brauchen. Denn am kommenden Sonntag wird sie zusammen mit dem NDR Sinfonieorchester - unter der Leitung von Eiji Oue - Max Bruchs Erstes Violinkonzert in der Laeiszhalle vortragen.
Neben Eberle werden auch der 24-jährige Cellist Claudius Popp und der 21-jährige Trompeter Giuliano Sommerhalder auf dem Preisträgerkonzert der Deutschen Stiftung Musikleben ihr "Hamburg-Debüt" geben. Eberle erhielt schon mit zwölf Jahren einen Sonderpreis der Stiftung. Vor zweieinhalb Jahren hat ihr der von der Stiftung und der Bundesregierung eingerichtete Deutsche Musikinstrumentenfonds eine hochwertige Gagliano-Violine als Leihgabe zur Verfügung gestellt.
Und wann erscheint die erste CD? Sony Classics hat ihr bereits einen Exklusiv-Vertrag angeboten. Aber Eberle siehts gelassen: "Ich möchte das alles mit Ruhe angehen, weil ich doch noch sehr jung bin. Ich will kein Stern am Himmel sein, der erscheint und bald wieder erlischt." Also, kein Shootingstar, bitte! Aber einen Rising Star darf man sie vielleicht nennen. Einen, der noch lange am Musikhimmel leuchten wird.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?