Die Öko-Bilanz eines Computers ist erschreckend: Der Energieaufwand für die Herstellung von zwei PCs entspricht dem der Herstellung eines Kleinwagens. Trotzdem landen die meisten Rechner schon nach drei Jahren auf dem Schrott. Das will die "Hamburger Initiative für die Weiternutzung gebrauchter Computer" ändern.
Beteiligt sind an der Aktion die ABM-Projekte "Mook wat" und "MÄC" (Nutzmüll e.V.) sowie die Elbe Werkstätten und die Genossenschaft der Werkstätten für Behinderte (GDW). Die Initiative ist Anlaufstelle für Firmen und Behörden, die Computer und EDV-Anlagen entsorgen wollen. Sind die Geräte noch verwendbar, werden sie bei "Mook wat" und "MÄC" von arbeitslosen Jugendlichen und schwerbehinderten ABM-Kräften gewartet und aufgerüstet. Die überholten PCs gehen kostenlos an Schulen und gemeinnützige Einrichtungen.
Computer, die zu alt zum Aufrüsten sind, kommen in die Behinderten-Werkstätten. In Handarbeit werden die Geräte dort in ihre Bestandteile zerlegt. Dabei werden Schadstoffe getrennt gesammelt und Rohstoffe für neue Produkte gewonnen. Das Projekt schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Es schont die Umwelt und gleichzeitig werden arbeitslose Jugendliche und Schwerbehinderte für moderne Berufe qualifiziert. Und haben dann gute Chancen, eine Arbeitsstelle zu bekommen.
Unterstützt wird die Initiative von Greenpeace. Die Umweltschützer haben der PC-Aktion das Öko-Label "Future Product" verliehen. Ein begehrtes Siegel, das nach sehr harten Öko-Standards vergeben wird. Ein großes Lob für die Initiative.
Sandra Schäfer
Kontakt: Mook wat (v 69 79 69 29), Nutzmüll (v 89 06 63 20), Elbe Werkstätten (v 6 60 97 00), Genossenschaft der Werkstätten (S 04331/12 69 60).