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KURZFILME

Paris, je t'aime

Die Story: Was für eine schöne Idee: 18 Kurzfilme über die Liebe, inszeniert in 18 verschiedenen Pariser Stadtbezirken von 21 Regisseuren aus aller Welt. Im Rotlichtviertel Pigalle versucht etwa ein Ehepaar (Fanny Ardant und Bob Hoskins), sein eingerostetes Sexleben etwas aufzupolieren. Und auf einem Metro-Bahnsteig schaut ein US-Tourist (Steve Buscemi) trotz der Warnungen seines Reiseführers einer Französin zu lange in die Augen - mit fatalen Folgen.



Die Schauspieler: Juliette Binoche, Willem Dafoe, Natalie Portman, Nick Nolte, Ludivine Sagnier - das sind nur ein paar der Stars, die sich zu diesem Pariser Reigen eingefunden haben. Einige bleiben besonders im Gedächtnis: etwa Steve Buscemi mit seinem witzigen stummen Auftritt. Oder Elijah Wood als nächtlicher Passant, der sich in einen weiblichen Vampir verliebt. Oder Leinwand-Legende Gena Rowlands ("Gloria"), die sich und ihrem Filmpartner Ben Gazzara den raffinierten, sarkastischen Bistro-Dialog eines geschiedenen Paares selbst auf den Leib geschrieben hat - inszeniert hat ihn übrigens kein Geringerer als Gérard Depardieu. Doch die wahre Hauptdarstellerin ist natürlich ... na, wer wohl? Richtig: die französische Hauptstadt.



Die Regisseure drücken den einzelnen Episoden ihre ganz persönlichen Stempel auf. So beeindruckt Alfonso Cuarón wie schon in "Children of Men" durch eine ungeschnittene Handkamerasequenz. Horror-Papst Wes Craven ("Scream") überrascht dagegen mit feinsinnigem Humor: Bei ihm rettet der Geist von Oscar Wilde auf dem Friedhof Père Lachaise die Beziehung eines jungen Paares. Zugegeben, die Filme sind von sehr unterschiedlicher Qualität - es gibt auch schwache, belanglose, enttäuschende. Aber sie sind zum Glück jeweils nach rund fünf Minuten vorbei. Und ein paar Regisseure sorgen für wunderbare Glücksmomente: vor allem die Coen-Brüder ("Fargo") mit ihrer Steve-Buscemi-Episode; Tom Tykwer ("Das Parfüm"), der in einem virtuosen Rausch eine Liebesbeziehung Revue passieren lässt; und Alexander Payne ("Sideways"), der die Chose mit einer hinreißenden Hymne auf das Leben abrundet.

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Datum:  25.1.2007
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen