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Kultur und Politik statt Yuppies, "Apple" und "McDonald's"

Sie wollen die Schanze retten

Es rumort in der Schanze. Der Stadtteil und die angrenzenden Viertel stehen seit Jahren hoch im Kurs. Mittlerweile fühlt sich nicht nur die alternative, junge Szene wohl, sondern auch Touristen, Geschäftsleute und Immobilienmakler.



Anwohner wollen nun eine Sozialgenossenschaft gründen, die das Bürgerzentrum "Centro Sociale" betreibt, damit es in der Sternschanze mehr Angebote für die Bewohner gibt. "Das soziale Gefüge in der Schanze ändert sich", so Tina Fritsche, eine der Initiatoren. Die sogenannte Gentrifizierung macht sich in der Schanze bemerkbar: Die trendige Elektronikmarke "Apple" residiert prominent an der Schanzenstraße. Die Burgerbraterei "McDonald's" will in den S-Bahnhof Sternschanze ziehen. An der Ecke Beim Grünen Jäger/ Thadenstraße wurde Geschäftsleuten und Mietern gekündigt. Dänische Investoren wollen sanieren.



"Wir brauchen einen Raum, der nicht kommerzialisiert und nicht durchdefiniert ist", so Ingrid Gangloff. Sie wünschen sich einen Ort, an dem sich Jugendliche und Senioren, Wohnungsbesitzer und Arbeitslose für kulturelle, soziale und politische Aktivitäten treffen können. Ein Gebäude haben sie schon gefunden: den Alten Pferdestall an der Sternstraße. In einem Teil befindet sich das Restaurant "Feldstern".



Etwa 350 Quadratmeter stehen leer. "Wir würden die Räume gern mieten", so Fritsche. Der derzeitige Mieter, die Lerchenhof Genossenschaft, gewährt bereits gelegentlich Zugang zu den Räumen. Ende 2009 läuft deren Mietvertrag aus, dann will das "Centro Sociale", benannt nach einer italienischen linksorientierten Bewegung aus den 70er Jahren, Mieter werden. "Es gibt einige Interessenten. Wir wollen Anfang 2009 einen Wettbewerb ausschreiben", so Hans-Joachim Rösner von der Stadtentwicklungsgesellschaft Steg, die das Gebäude verwaltet.

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Datum:  16.7.2008
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