Das grausame Sterben der mehr als tausend Kröten im Tümpel an der Stadionstraße in Bahrenfeld - die Ursache ist weiter offen. Zurzeit untersuchen Biologen und Veterinärmediziner am Institut für Hygiene und Umwelt Wasserproben und Kadaver. Endgültige Ergebnisse soll es Anfang der Woche geben. Werner Smolnik (58) vom Naturschutzbund (Nabu) Altona erwägt zwei Erklärungen: "Entweder sind es Bakterien oder es gibt eine chemische Verunreinigung."
Ähnliche Fälle seien aus Süd- und Mittelamerika bekannt, dort kam es in den letzten Jahren zu einem regelrechten Amphibiensterben. "Schuld waren vielfach Bakterien, die im Krötenkörper Gase produzierten", so Smolnik. "Über Regenwasser könnten die Erreger von ausländischen Pferden, die auf der Trabrennbahn Bahrenfeld laufen, in den Tümpel gespült worden sein."
Fakt ist: Der Graben an der Stadionstraße wird vor allem durch abfließendes Wasser von der Trabrennbahn gespeist. "Doch auch eine chemische Verunreinigung ist denkbar", so Smolnik. "Vielerorts werden dioxinhaltige Pestizide verwendet."
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