Müssen Hamburgs Lehrer durch die Schulreform erheblich öfter zwischen Schulen hin und her pendeln? Diese Befürchtung hat der Deutsche Lehrerverband Hamburg (DLH). Er hat eine Rechnung aufgestellt, nach der 2800 Pädagogen betroffen sind.
Im Zuge der Schulreform unterrichten viele Lehrer von Gymnasien auch an den Primarschulen. Nach Berechnung des DLH werden an den Gymnasien etwa 700 Lehrer weniger gebraucht, wenn die fünfte und sechste Klasse dort wegfällt. Diese Lehrer müssen dann an den Primarschulen unterrichten - was auch von der Behörde bezweckt wird. Ohlrich geht nun davon aus, dass diese 700 Lehrer nicht mit ihrer ganzen Stelle die Schule wechseln, sondern nur etwa zu einem Viertel.
Weil dann auch andere Lehrer pendeln müssen, um das auszugleichen, wären auf einen Schlag vier Mal so viele Pädagogen betroffen. Oehlrich: "Das würde die Lehrer unzumutbar belasten, den Unterricht durch die unvermeidliche Unruhe verschlechtern."
Auch die Vereinigung der Elternratsvorsitzenden Hamburger Gymnasien kritisiert, dass mehr Lehrer pendeln müssen. Ein Problem, das auch auf die Schüler zukomme. Primarschüler müssten für den Fremdsprachen-Unterricht oder spezielle Profile in Zukunft oftmals an andere Schulstandorte fahren. Denn die einzelne Primarschule kann kein breit gefächertes Angebot an Sprachen im Wahlpflichtbereich auf die Beine stellen.
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