Ob Schulsorgen, Drogenprobleme oder Stress mit den Eltern - seit 40 Jahren kümmert sich das Stadtteilprojekt "Sonnenland" (Sonnenland 13) in Billstedt um Kinder und Jugendliche im sozialen Brennpunkt. Doch wie der Träger erst im Januar erfuhr, ist am 28. Februar Schluss! Denn alle Parteien in der Bezirksversammlung Mitte sind sich einig, dass im Brennpunkt ein Trägerwechsel dringend nötig ist. Die Jugendbetreuung im Quartier Sonnenland soll schleunigst neu ausgeschrieben werden.
"Niemand hat uns je gesagt, warum unsere Arbeit nicht mehr erwünscht ist", sagt der Soziologe Jürgen Wolff, einer der fünf Jugendbetreuer der Einrichtung. Und tatsächlich halten sich von Politik bis Verwaltung alle auffällig bedeckt mit Erklärungen. "Die Jugendkriminalität im Gebiet hat sich verschärft, deshalb müssen wir die Jugendarbeit dort neu konzipieren", sagt Johannes Kahrs (CDU), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. So argumentiert auch die Verwaltung. "Wir brauchen mehr Frühförderung, um auffällige Jugendliche eher zu erreichen", so Jörg Poschinski, zuständiger Regionalleiter des Bezirksamts Mitte. Die Arbeit von "Sonnenland" habe zuletzt bei auffälligen Jugendlichen nichts mehr bewirkt.
"Wäre es nur um ein neues Konzept gegangen, warum hat man uns nicht danach gefragt?", kontert Wolff. Tatsächlich werden hinter vorgehaltener Hand ganz andere Gründe benannt. So ist die Rede davon, dass bei "Sonnenland" völlig veraltete Ansichten vorherrschen würden. Der Träger lasse sich nicht in die Arbeit gucken und sträube sich gegen eine enge Zusammenarbeit mit Jugendamt und Polizei. Als Argument werde dann von den Pädagogen immer das Vertrauensverhältnis zu den Jugendlichen ins Feld geführt. Es gab Gerüchte, dass ein gewalttätiger, jugendlicher Dealer im "Sonnenland" ein und aus gehe. Die Pädagogen bestreiten dies vehement. Wolff: "Er hatte sogar Hausverbot."
Die "Sonnenländer" wollen jetzt im Stadtteil Unterschriften für einen Volksentscheid sammeln. Allerdings scheint der Zug längst abgefahren zu sein. Poschinski: "Wenn wir zu März noch keinen neuen Träger haben, werden wir den Jugendlichen übergangsweise mit der Schule und der regionalen Beratungsstelle Rebus ein Freizeitangebot machen."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?