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KORREKT LEBEN TAG 26

Ein geteiltes Auto ist billiger

Klimawandel, Ausbeutung, Fleischfabriken - unsere Lebensweise richtet Menschen, Tiere und die Natur zu Grunde. Geht es auch anders? Das will MOPO-Reporter Mathis Neuburger herausfinden - heute: Tag 26.



Was ist schlimmer als fahrende Autos? Parkende Autos! Unsere Stadt ist längst eine Abstellkammer, jede kleinste Lücke mit Blech zugestopft. Aber auch Autoverächter brauchen öfter vier Räder unterm Hintern. Zum Beispiel, um einen Fernseher zu transportieren. Oder den Keller zu entrümpeln.



Zwei Möglichkeiten hat der Auto-Abstinenzler, will er nicht ständig Nachbars Wagen borgen: Mieten oder Car-Sharing.



Ersteres ist sauteuer: 67 Euro will "Sixt" fürs günstigste Vierrad - für zwei Stunden! Beim Car-Sharing zahl ich unter zehn Euro. Da fällt die Entscheidung leicht.



Das Praktische am Autoteilen: Man zahlt nur, wenn man wirklich fährt (wobei teils Monatsbeiträge fällig sind). Bei meinem letzten Auto wars genau umgekehrt. Ich hab nur gezahlt, bin kaum gefahren. Kein Einzelfall: Das Durschnittsmobil steht 23 Stunden am Tag. Car-Sharing lohnt also - wenn man weniger als 10000 Kilometer im Jahr und nicht täglich fährt. Dafür ist das Finden des passenden Anbieters kompliziert wie ein Autokauf. Immerhin: Umweltfreundliche Kleinwagen haben alle - da lacht das Öko-Herz.



Hat man sich entschieden, funktionierts ganz einfach: Nach der Anmeldung erhält man einen "Generalschlüssel". Im Internet oder per Telefon bucht man aus einem Angebot von Smart bis Kombi den gewünschten Wagen. Der steht dann an der gewählten Abholstation bereit. Tanken fällt flach, Spritkosten werden automatisch abgerechnet. Weil die Anbieter in ganz Deutschland aktiv sind, sind Sie auch in München oder Köln automobil. Das Beste ist aber: Ein geteiltes Auto ersetzt zehn normale. Das schafft Platz am Straßenrand - zum Beispiel zum Radeln. Oder zum Parken.

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Datum:  7.4.2007
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