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KORREKT LEBEN

Das Konto fürs gute Gewissen

Klimawandel, Ausbeutung, Fleischfabriken - unsere Lebensweise richtet Menschen, Tiere und die Natur zugrunde. Geht es auch anders? Das will MOPOReporter Mathis Neuburger herausfinden - heute: Tag 12.



Sie sind bestimmt gegen Krieg, verseuchte Landschaften und Raubtierkapitalismus. Aber wissen Sie, was mit ihrem Geld passiert? Sind Sie sicher, dass damit nicht Waffen produziert, Umweltterroristen unterstützt oder Jobvernichter finanziert werden? Ich bin es nicht - denn wem Banken Kredite geben, machen sie nicht öffentlich.



Ein neues Konto muss her! Es kann ja nicht sein, dass ich ganz korrekt lebe, mit mein Geld aber fleißig Natur und Menschen ausgebeutet werden.



Dabei gibt es ökologisch-soziale Banken. Deutschlands größte ist die GLS-Bank. Das etwas andere Geldinstitut bietet vom Girokonto über Lebensversicherung und Rente bis zum Investmentfonds die ganze Geld-Palette an. Damit Kunden auch an ihr Geld kommen, kann mit EC-Karte bei allen Automaten der Volks- und Raiffeisenbanken und der Sparda gratis Geld abgehoben werden. 1974 gegründet, hat die GLS mittlerweile knapp 50000 Privat- und Geschäftskunden. Das Besondere: "Es werden nur ökologisch und ethisch korrekte Projekte unterstützt", erklärt mir Beraterin Anke Jendrowiak. Auch bekommen Vereine und Unternehmer Geld, die woanders keine Chance hätten. Als Beweis werden alle Kredite öffentlich gemacht. Kunden können sogar wählen, welche Art von Projekten unterstützt werden sollen.



Weil die 200 Mitarbeiter für eine bessere Welt statt für Rendite kämpfen, sind Zinsen und Gebühren niedrig. "Wir sind zwar nicht die Günstigsten, aber auch nicht teuer", so Jendrowiak. In der Tat: Mein neues Konto ist billiger als mein altes.

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Datum:  24.3.2007
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