Beim Kartenkauf ahnt das Publikum noch nicht, dass es Dokter Renz (Martin Vandreier), König Boris (Boris Lauterbach) und Björn Beton (Björn Warns) damit auch in eine längere Kreativpause entlassen würden – die gaben die Mittdreißiger erst vor zwei Wochen bekannt.
„Een, twee, een twee, dree“, zählt Björn Beton vor – und ganz Hamburg spricht plötzlich Plattdüütsch. Mit „Nordisch By Nature“ eröffnen sie ihre Show inmitten des Publikums. Viele Hits haben die kürzlich mit zwei 1Live-Kronen und dem HANS-Musikpreis ausgezeichneten Brote dabei. Und nicht nur die, sondern auch allerhand tolle Musiker: Die Band hat sich vom Rap-Trio zu einer elfköpfigen Soul-Punk-Ska-Funk-Pop-Formation entwickelt, deren überarbeitete Liveversionen mit Rockriffs und funkigen Bläsersätzen sogar noch fetziger rüberkommen.
Bei „An Tagen wie diesem“ legt Pascal Finkenauer die Gitarre ab und gibt den Chorus zum Besten, wie auf der CD. Ihren größten Hit „Jein“ singen die Fans Wort für Wort mit. Die drei Haupt-“Brot“agonisten fegen derweil wild tanzend über die schlichte Bühne, Björn Beton lässt sich gar zu ein paar Radschlägen hinreißen! Und ganz nebenbei erfinden sie auch noch die „Rentner-La-Ola“, die langsamste Welle der Stadt. Bei „Schwule Mädchen“ in der Zugabe kann aber davon keine Rede mehr sein, alle Dämme brechen. Jungs, kommt bald wieder!