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Stammesmilizen sollen gegen Taliban kämpfen

New York - Im Kampf gegen die Taliban setzen die Regierungen in Washington und Kabul nach US-Medienberichten verstärkt auf afghanische Stammesmilizen.

Wie die «New York Times» am Sonntag berichtete, sei in Teilen Afghanistans bereits damit begonnen worden, solche Milizen zu unterstützen, die sich gegen die radikal-islamischen Taliban zur Wehr setzten. «Die Idee ist, die Leute dazu zu bringen, Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen», zitiert die Zeitung einen führenden Vertreter des US-Militärs in Kabul, der namentlich nicht genannt werden wollte. Vielerorts würde das bereits geschehen.

Wie es weiter hieß, wolle man vor allem im Süden und Osten Afghanistans, der Hochburg der Taliban, schon existierende Milizen unterstützen oder bei der Gründung neuer Gruppen helfen. US-Spezialeinheiten seien bereits in den Gebieten im Einsatz. Afghanische und amerikanische Regierungsvertreter hätten die Hoffnung geäußert, so Tausende von Bewaffneten zusammenzubringen, die ihre Dörfer gegen die Taliban verteidigen. Diese Anti-Taliban-Milizen könnten auch helfen, den Zeitraum zu überbrücken, bis die afghanischen Sicherheitskräfte ausreichend aufgebaut und ausgebildet seien, selbst für die Sicherheit im Land zu sorgen.

Im Irak hatten die USA eine ähnliche Taktik angewandt: Seit Ende 2006 wurden dort sunnitische Stämme im Kampf gegen islamistische Extremisten unterstützt. Die Zahl der Gewalttaten ging daraufhin deutlich zurück.

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Datum:  22.11.2009
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