Die Story: Das hätte der Wirt Lolo nicht gedacht, dass ihn seine Frau nach all den gemeinsamen Jahren einfach so mit dem Abwasch sitzen lassen würde. Ohne lange zu überlegen, heuert er einen chinesischen Koch namens Mao an. Schließlich braucht er jemanden, den er nun statt ihrer in der Küche herumkommandieren kann. Aber der erstklassige Koch und erklärte Bruce-Lee-Fan weiß sich auf seine Weise zu behaupten ... Raquel hat sich mit Anfang 40 eigentlich in einer "stabilen Internet-Beziehung" mit einem Mann aus Argentinien eingerichtet. Da tritt der junge schüchterne César in ihr Leben, der sonst mit seinem extrovertierten Kumpel Opo im Supermarkt die Regale auffüllt. Eigentlich hatten die beiden Männer vor, im Urlaub am Strand hübsche Ausländerinnen aufzureißen ... Faustdick hinter den Ohren hat es auch die Rentnerin Conchi: Um ihrem kranken Mann zu helfen, verkauft sie Drogen an Jugendliche.
Die Schauspieler: Sämtliche Rollen sind typgerecht besetzt und werden adäquat verkörpert: von Ángel des Andrés als brummigem Wirt über Elvira Mínguez und Rubén Ochandiano als aus der Konvention fallendem Liebespaar bis zu Darío Paso als jungem Heißsporn. Am längsten im Gedächtnis bleibt jedoch der chinesischstämmige Alberto Jo Lee als ganz und gar in sich selbst ruhender Koch.
Die Regisseure: José Corbacho und Juan Cruz sind in L'Hospitalet de Llobregat, einem kleinen Vorort von Barcelona, aufgewachsen und haben ihren ersten Kinofilm auch gleich dort angesiedelt. Alltagsge-schichten ins rechte Bild zu setzen - hier ein wenig witzig, dort ein wenig dramatisch -, das können sie. Eine eigene Handschrift, die ihr mehrfach preisgekröntes und in Spanien sehr erfolgreiches Werk vom Durchschnitt absetzen würde, besitzen sie nicht.
Fazit: Ein netter Ensemblefilm - kurzweilig, aber mit so manchem Klischee durchsetzt.