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KOMÖDIE

Chanson d'Amour

Die Story: Alain (Gérard Depardieu) ist ein alternder Ballhaussänger, der unermüdlich durch die französische Provinz tingelt - mit Herrenhandtasche, bunten Sakkos und blond gefärbten Strähnen wirkt er wie ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten. Als er sich in die 30 Jahre jüngere, unnahbare, moderne Maklerin Marion (Cécile de France) verliebt, reagiert sie zunächst mit einer Mischung aus Irritation und Amüsement. Doch Alain lässt nicht locker - und allmählich kommen die beiden sich näher ...



Die Schauspieler: In absoluter Hochform, lebendig und intensiv wie schon lange nicht mehr, präsentiert sich Frankreichs Filmgigant Gérard Depardieu mit seiner Verkörperung des leicht unbeholfenen, sensiblen, melancholischen Charmebolzens. Dabei lässt Depardieu den Schlagersänger nie ins Peinliche abgleiten, sondern stattet ihn mit großer Würde aus. Und er singt tatsächlich alle Lieder selbst - einfach umwerfend! Ebenso anrührend: Cécile de France, die man bei uns vor allem aus den beiden "L'Auberge espagnole"-Komödien kennt und die ihrer verschlossenen, nicht immer sympathischen Filmfigur eine erstaunliche Reife und Tiefe verleiht.



Der Autor und Regisseur: Eine ganz unsentimentale Liebesgeschichte erzählt Xavier Giannoli ("Es brennt in mir") in seinem dritten Spielfilm - und entführt uns dabei in die unglamouröse Welt der Tanzhäuser, Firmenfeiern, Altenheim-Tanztees und Hotelbars. Es wäre ein Leichtes gewesen, dieses Milieu zu verspotten oder zu karikieren. Doch Giannoli porträtiert es mit großem Respekt für die Musiker und Sänger, die Abend für Abend einsame Herzen zum Tanzen animieren und glücklich machen. Seine sorgfältige Inszenierung umschifft elegant sämtliche Fettnäpfchen, kommt ohne filmischen Schnickschnack aus und konzentriert sich auf das Wesentliche: auf treffsichere Dialoge und ein raffiniert komponiertes Geflecht aus Blicken, Gesten und perfekt ausgewählten Chansons (von Julio Iglesias bis Serge Gainsbourg). So sorgt er dafür, dass man das Kino in beschwingter Stimmung verlässt.



Fazit: Schnulzen ohne Kitsch - eine warmherzige, berührende, bittersüße Komödie mit einem umwerfenden Gérard Depardieu.

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Datum:  18.1.2007
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen