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Wolfman

Noch 17 Tage. Dann ist wieder Vollmond. Es ist die Nacht, in der sich Bedauernswerte, die zuvor von einem Werwolf gebissen wurden, selbst in eine reißende Bestie verwandeln.



Im England des Jahres 1891 glaubt man jedenfalls an diese schaurige Legende. Erst recht in der Gegend von Blackmoor, finden die Einheimischen dort doch in letzter Zeit immer wieder einige furchtbar zugerichtete Leichen. Um bei der Suche nach seinem vermissten Bruder zu helfen, kehrt Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) dorthin zurück. Es gibt ein frostiges Wiedersehen mit seinem Vater (Anthony Hopkins) und ein nicht so frostiges mit der Verlobten seines Bruders (Emily Blunt). Doch schon in der nächsten Vollmondnacht wird Lawrence von einem Werwolf angefallen ...



In den 30er Jahren wurde in Hollywood ein neues Genre geschaffen: der Monsterfilm. Hunderttausende Zuschauer gruselten sich fortan beim Anblick von Frankensteins aus Leichenteilen zusammengesetztem Geschöpf, Dracula und der Mumie. Eine der furchterregendsten Kreaturen spielte 1941 Lon Chaney Jr. in "Der Wolfsmensch". Nachdem bereits mehrere Regisseure das Handtuch geworfen hatten und der Kinostart mehrmals verschoben wurde, hat sich schließlich Joe Johnston ("Jurassic Park III") den Klassiker vorgeknöpft. Für die visuellen Effekte zu "Jäger des verlorenen Schatzes" erhielt er einen Oscar - und setzt auch jetzt ganz auf die Kraft der Bilder.



Finstere Wälder, das nächtliche London, flackerndes Licht von Petroleumlampen und düstere Gemäuer sorgen für den typischen Gruselfilm-Look. Die Verwandlung in die Bestie reicht bei Weitem nicht an die spektakuläre Sequenz aus "American Werewolf" heran, ist aber durchaus beeindruckend getrickst. Die Oscarpreisträger Del Toro und Hopkins liefern sich ein sehenswertes Vater-Sohn-Duell, und Hugo Weaving ("Matrix") gibt einen schön unsympathischen Scotland-Yard-Ermittler.



Das Genre hat Johnston mit seinem "Wolfman" nicht gerade neu erfunden, doch bietet er für gut anderhalb Stunden prächtig anzusehenden, unterhaltsamen Grusel.

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Datum:  11.2.2010
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