Die Story: Verwüstete Landschaften, verwaiste Städte, verwahrloste Seelen: Nach einer nuklearen Katastrophe liegt die Welt in Trümmern. Der einsame Eli (Denzel Washington) kämpft unermüdlich gegen Gesetz- und Gottlosigkeit - stoisch, schweigsam, schwertschwingend. Er hat eine messianische Mission: Das Buch der Bücher soll er nach Westen bringen. Doch der machtgierige, skrupellose Despot Carnegie (Gary Oldman) ist mit seinen Schlägertrupps ebenfalls hinter dem Wälzer her und setzt seine attraktive Stieftochter Solara (Mila Kunis) auf Eli an. Wird der tapfere Prophet der fleischlichen Widersuchung widerstehen?
Die Schauspieler: Als humorloser Bibelhüter macht Denzel Washington vor allem in den Kampfszenen eine gute Figur. Gary Oldman lässt seine Verkörperung des teuflischen Tyrannen bisweilen ins Karikaturenhafte abgleiten, während Mila Kunis als Solana beste Erinnerungen an die junge Angelina Jolie weckt.
Der Regisseur: Acht Jahre nach ihrem faszinierenden Jack-the-Ripper-Film "From Hell" präsentieren die Regie-Zwillinge Allen & Albert Hughes eine blutige, bildgewaltige Endzeit-Vision mit Western-Anklängen. Für die postapokalyptische Welt finden sie sagenhafte, düstere, farbentsättigte Bilder; die Kampfsequenzen sind mit Zeitlupe, Zeitraffer und scherenschnittartigen Gegenlichtaufnahmen äußerst einfallsreich und knallhart in Szene gesetzt. Schade nur, dass der Film mit seinem fragwürdigen Schluss zu einem religiösen Erweckungsdrama mutiert.