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Schwerkraft

Die Story: Gerade hat Frederik einem Kunden den Kredit gekündigt, da jagt der sich vor seinen Augen eine Kugel in den Kopf. Das bringt den Bankangestellten völlig aus seinem ohnehin fragilen seelischen Gleichgewicht. Ganz bewusst begibt er sich auf die schiefe Bahn. Sein Insiderwissen nutzend, bricht er bald mit dem Ex-Knacki Vince, mit dem er in seiner Jugend zusammen in einer Band spielte, bei wohlhabenden Kunden seiner Bank ein. Davon beflügelt, versucht er auch, seine alte Liebe Nadine zurückzugewinnen. Doch die gibt sich zunächst reserviert.



Die Schauspieler: Wie zuletzt in "66/67", mimt Fabian Hinrichs sehr überzeugend einen psychisch labilen Charakter. Während es seinem redseligen Frederik bei den Einbrüchen in erster Linie um den Thrill geht, ist der von Jürgen Vogel souverän verkörperte, ebenso wortkarge wie gewaltbereite Vince, der eigentlich seine kriminelle Vergangenheit hinter sich lassen wollte, nur am Erfolg orientiert. Zusammen bilden sie ein Paar wie Nitro und Glyzerin. Starke Auftritte hat aber auch Nora von Waldstätten in der knapper ausgefallenen Rolle der kühlen Nadine.



Der Regisseur: Mit seinem Psychogramm eines jungen Mannes, der nach einem traumatischen Erlebnis aus dem angepassten Bankerleben ausbricht, versteht Maximilian Erlenwein den Zuschauer immer wieder zu überraschen. Der psychischen Verfassung des Protagonisten entsprechend entwickelt sich die oft von pulsierenden Rockabilly-Rhythmen vorangetriebene und mit teils absurdem Humor durchsetzte Handlung unberechenbar. Zudem ist das Ganze atmosphärisch stimmig inszeniert. Man kann kaum glauben, dass es sich hier um ein Debütwerk handelt.



Fazit: Stilbewusster, mutiger Erstlingsfilm. Ausgezeichnet mit dem Max-Ophüls-Preis.



D, 100 Min., ab 16 J., Abaton

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Datum:  25.3.2010
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