Die Story: Zusammen mit ihrem jüngeren Bruder soll Veronica, "Ronnie" genannt, den Sommer bei ihrem Vater Steve in dessen Strandhaus verbringen. Ihre Freude hält sich in Grenzen. Denn sie hat ihrem Dad nie verziehen, dass er einst die Familie verließ. Entsprechend trotzig verhält sie sich, obwohl er sich rührend bemüht, wieder Zugang zu seiner Tochter zu finden. Auch dem feschen, um sie buhlenden Beach-Boy Will zeigt Ronnie zunächst die kalte Schulter. Erst während einer gemeinsamen Nachtwache bei einem von Waschbären bedrohten Meeresschildkröten-Gelege kommen sich die beiden näher. Durch die aufkeimende Liebe zu Will verbessert sich auch Ronnies Verhältnis zu ihrem Vater. Doch sie ahnt nicht, dass sie kurz vor einer schweren Lebensprüfung steht.
Die Schauspieler: Als singender Teenie "Hannah Montana" zu Starruhm gelangt, zeigt Miley Cyrus in ihrer zweiten Kinohauptrolle, dass sie darstellerisch auch die dramatischeren Töne beherrscht. Allerdings noch längst nicht so perfekt wie Greg Kinnear, der Ronnies Vater zudem eine fast überirdische Liebenswürdigkeit verleiht. Liam Hemsworth (Will) kommt gleichfalls sympathisch rüber - was freilich nichts daran ändert, dass man dem gut gebauten blonden Beau eher einen Surfer als einen Schildkrötenschützer abnehmen würde.
Der Regisseur: Der von Julie Anne Robinson wenig ingeniös inszenierte Film basiert auf einem Skript, an dem Nicholas Sparks maßgeblich beteiligt war. Dessen Romane dienten Hollywood schon öfter als Vorlagen für Melodramen wie "Nur mit dir" und "Wie ein einziger Tag". Diesmal entstand das Drehbuch (Sparks' erstes), vor dem Roman. Inhaltlich bewegt sich das Leinwand-Werk ganz im Themenspektrum des Autors. Überraschend ist allenfalls, mit welcher Vehemenz die Regisseurin alle Register des manipulativen Gefühlskinos zieht. Dabei wäre das bei der reichlich rührseligen Story gar nicht nötig gewesen.
Fazit: Ein ziemlich kalkuliert wirkendes Herz-Schmerz-Produkt.
USA, 107 Min., ab 6 J., Cinemaxx (alle), Hansa-Filmstudio, UCI (alle)