Die Story: Juni 1940. Die Nazis haben Norwegen überrannt. Zusammen mit ein paar Freunden schließt sich Max Manus dem Widerstand an. Als die leichtsinnig agierende Gruppe auffliegt und Max in seiner Wohnung verhaftet werden soll, springt er aus dem Fenster, stürzt drei Stockwerke tief, überlebt aber wie durch ein Wunder. Nach seiner Flucht aus dem Krankenhaus setzt er sich nach Schottland ab, wo er sich zum Untergrundkämpfer ausbilden lässt. Zurück in Norwegen macht er den Besatzern mit spektakulären Sabotageaktionen schwer zu schaffen - und gerät mit seiner Truppe immer stärker ins Visier von Gestapo-Offizier Fehmer.
Die Schauspieler: Aksel Hennie, der optisch glatt als jüngerer Bruder von Steve Buscemi durchgehen könnte, trägt den Film fast allein. Er spielt den Titelhelden als Draufgänger, der von der Gerechtigkeit seiner Sache voll überzeugt ist, aber auch schwer am Tod seiner Gefährten trägt. Zudem plagen Max zunehmend Schuldgefühle, weil jede gelungene Aktion Vergeltung seitens der Nazis heraufbeschwört. NS-Scherge Fehmer, der Max' mit allen Mitteln habhaft zu werden versucht, wird von Ken Duken adäquat verkörpert.
Die Regisseure: Nach "Black Book" (Niederlande) und "Tage des Zorns" (Dänemark), findet nun ein Werk über den norwegischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg den Weg in unsere Kinos. Doch anders als ihre Kollegen Paul Verhoeven und Ole Christian Madsen, die sich mit dem Kampf gegen die deutschen Besatzer in ihren Heimatländern durchaus kritisch auseinandersetzten, beschränken sich Joachim Rønning und Espen Sandberg weitgehend darauf, ihrem Helden ein filmisches Denkmal zu setzen. So richten sie ihr Hauptaugenmerk auf die Vorbereitung und Ausführung der Sabotageaktionen von Max und seinen Leuten, die jederzeit Gefahr laufen, in eine Falle zu tappen. Dabei zeigen die Regisseure, dass sie mit den Mitteln des Spannungskinos geschickt umzugehen wissen. Vergleichsweise wenig Raum gewähren sie der Liebesgeschichte zwischen Max und seiner späteren Frau Tikken (Agnes Kittelsen).