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Mammuth

Die Story: Mit einer stockend vom Blatt abgelesenen Rede seines Chefs wird Schlachthofarbeiter Serge, genannt „Mammuth“, in den Ruhestand verabschiedet. Daheim weiß der Simpel allerdings nichts mit sich anzufangen, und seiner Frau Catherine geht er mehr auf den Keks, als dass er ihr eine Hilfe ist. Da trifft es sich ganz gut, dass ihm für eine einigermaßen einträgliche Rente noch ein paar Arbeitsbescheinigungen fehlen. Von Catherine angetrieben, die Unterlagen zu beschaffen, mottet Serge seine alte „Münch Mammut“, von der er seinen Spitznamen hat, wieder aus. Mit dem schweren Motorrad unterm massigen Hintern begibt er sich auf einen Trip, der ihn zu seinen früheren Arbeitsstellen führt. Unterwegs erscheint ihm wiederholt seine Jugendliebe Yasmine, die einst bei einem Unfall ums Leben kam.



Die Schauspieler: Als reisender Rentner mit Mähne und Megawampe beherrscht G-rard Depardieu natürlich den ganzen Film. Echte Hingucker sind aber auch Yolande Moreau als Serges mürrisches voluminöses Weib sowie Isabelle Adjani als leichenblasse Yasmine-Erscheinung.



Die Autoren und Regisseure: Sentimentalität ist Benoôt Del-pine und Gustave Kerverne fremd. Sie lassen ihren Titel-Antihelden auf dessen Reise in seine wenig glorreiche Vergangenheit vielmehr allerlei Skurriles erleben. Dabei legt das eingespielte Autoren- und Regie-Duo wie gewohnt viel Wert auf anarchischen Witz. Der ist diesmal allerdings nicht so bösartig wie in ihrem vorangegangenen Gemeinschaftswerk „Louise Hires a Contract Killer“. Zudem wirkt er mitunter etwas bemüht. In einer Szene etwa stößt Serge im Supermarkt auf eine Leiche, ohne dass das in irgendeinem Zusammenhang stünde. Aber schön, dass der übergewichtige Underdog am Ende seiner Tour irgendwie bei sich selbst abgekommen ist, wozu die Begegnung mit seiner schrägen, künstlerisch veranlagten Nichte „Miss Ming“ (Miss Ming) entscheidend beiträgt.



Fazit: Skurrile Tragikomödie, sehenswert schon allein wegen G-rard Depardieu in einer Paraderolle.

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Datum:  16.9.2010
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