Das Thema: Wie kaum anders zu erwarten, bricht unmittelbar nach der Wende eine riesige Sanierungswelle über Ostberlin herein. Gegen Ende dieses größten Stadterneuerungsprojekts Europas kommt 2005 auch das Mietshaus Lychener Straße 64 im Stadtteil Prenzlauer Berg an die Reihe. Dass an dem 1903 erbauten, inzwischen aber längst marode gewordenen Haus dringend etwas getan werden muss, versteht sich von selbst.
Die Frage ist nur: Auf welche Weise soll dies geschehen? Ganz im Sinne der Renditeerwartungen des Eigentümers wird ein hoher, einheitlicher Standard geschaffen. Die Folge: Viele alteingesessene Bewohner können sich die nun erheblich höhere Miete nicht mehr leisten und müssen deshalb ausziehen. Weil diese Praxis in der Gegend eher die Regel als die Ausnahme darstellt, ist die Veränderung des Stadtteils vom alternativ angehauchten Szenekiez zum Wohlfühlviertel der Mittelschicht nicht mehr aufzuhalten.
Der Regisseur: Der Dokumentarfilmer Jakob Rühle und die Produzentin Teresina Moscatiello wohnten in dem betreffenden Haus, als die Nachricht von der bevorstehenden Sanierung kam, und beschlossen sogleich, diese mit ihrer Kamera zu dokumentieren. Über zwei Jahre hinweg haben sie die Maßnahme von den ersten Gesprächen und Verhandlungen mit der Hausgemeinschaft bis zum Abschluss der Renovierungsarbeiten begleitet. Viele seiner Nachbarn lässt Rühle ausführlich zu Wort kommen; da erregt sich Simone über das Gerede vom "Substandard", in dem sie in ihrer teilrenovierten Wohnung mit ihrem Sohn und ihren acht Papageien laut Bauherr angeblich lebt. Da erfährt man von Abfindungsangeboten, die man letztendlich nicht ablehnen kann. Rühle selbst ist in eine günstige sanierte Wohnung an der Schönhauser Allee gezogen und hat gerade erfahren, dass seine alte Wohnung in der Lychener Straße 64 inzwischen das Vierfache kostet ...
Fazit: Ein eindrücklicher Dokumentarfilm über die rasante Veränderung großstädtischen Wohn- und damit Lebensraums. Eckart Alberts
D, 83 Min., ab 6 J., 3001-Kino
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Filmtitel:
Lychener 64
Kinos:
3001-Kino
Filmlaenge:
83 Min.
Note:
4
Regisseur:
Jakob Rühle
Fazit:
Ein eindrücklicher Dokumentarfilm über die rasante Veränderung großstädtischen Wohn- und damit Lebensraums.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?