Die Story: Der 20-jährige Axl ist nach London gekommen, um dort seinen Vater zu suchen. Er hat in einem von vielen Künstlern und Musikern bevölkerten Haus im hippen East End Unterschlupf gefunden. Nachts treibt er sich gern in angesagten Clubs rum, morgens wacht er oft in einem fremden Bett auf - meist mit alkoholbedingten Erinnerungslücken. Im selben Haus wie Axl wohnt auch die Belgierin Vera, die in London ihre letzte Liebe vergessen will. Die Chance auf eine neue tut sich auf, als sie einen jungen Typen kennenlernt, der am Flughafen als „Röntgen-Mann“ jobbt. Doch sie bevorzugt es, keine Namen und Telefonnummern auszutauschen und sich nur von Date zu Date zu verabreden - mit dem Risiko, einander zu verpassen.
Die Schauspieler: Fernando Tielve („Goyas Geister“) wirkt etwas jung für seine Rolle, wird ihr ansonsten aber ebenso gerecht wie D-borah Franñois („L’Enfant“) der der melancholisch angehauchten Vera.
Der Regisseur und Autor: Der Argentinier Alexis Dos Santos bringt die Geschichten um Axl und Vera - hier die Vatersuche, da die unsichere Romanze - zwar zu einem Abschluss, aber das ist hier nicht die Hauptsache. Der Film besteht überwiegend aus Momentaufnahmen, die das Lebensgefühl der beiden Protagonisten transportieren sollen, deren Lebensziele noch nicht formuliert sind und die sich treiben lassen. Man sieht sie etwa beim Sex, in Szene-Kneipen, auf Partys und Konzerten in kleineren Clubs. Die Handkamera ist angemessen unruhig, mitunter gleitet das Bild ins Unscharfe. Und für die passende musikalische Stimmung sorgen viele, viele Indie-Songs.
Fazit: Ein Film, so unfokussiert wie seine Hauptfiguren. Wer’s mag ...