Die Story: Die Lieblingsbeschäftigung von Stavros und seinen drei Kumpeln ist es, die Zeit totzuschlagen. Den lieben langen Tag sitzen sie vor Stavros' schlecht laufendem Kiosk im Athener Stadtteil Akadimia Platonos, trinken Bier, reden Blech, wundern sich über die Chinesen, die gegenüber einen Laden umbauen. Und lästern - ganz erfüllt von Nationalstolz - über die albanischen Gastarbeiter, die mitten auf dem Platz, auf dem Stavros + Co. gelegentlich kicken, an einem Denkmal für "interkulturelle Solidarität" werkeln. Als Stavros' senile Mutter in einem der verachteten Albaner einen lange verschollen Sohn zu erkennen glaubt und sogar anfängt, in der Sprache des Nachbarlandes zu reden, schlittert der Kioskbesitzer in eine Identitätskrise.
Der Hauptdarsteller: Antonis Kafetzopoulos steht die Schwermut eines Mannes, der vom Leben nicht mehr allzu viel erwartet, geradezu ins Gesicht geschrieben. Umso überraschter ist man, wenn sich sein Stavros, der sich im Übrigen aufopferungsvoll um seine Mutter kümmert und beharrlich den Kontakt zu seiner inzwischen längst wieder verheirateten Ex-Frau sucht, ein wenig aus seiner mentalen Starre löst.
Der Regisseur und Co-Autor: Auf den ersten Blick erscheint der Film wie ein Kommentar auf die aktuelle Griechenland-Krise. Allerdings entstand er bereits im vergangenen Jahr. Es geht dem seit 1991 in Berlin lebenden und "Tatort"-erfahrenen Filippos Tsitos auch nicht darum, seine hellenischen Landsleute als Nichtstuer zu desavouieren. Stattdessen führt er nationalistische Ressentiments mit verhaltenem Humor schön ad absurdum. Etwas mehr Schwung hätte seiner Inszenierung jedoch nicht geschadet. So droht sich die Lethargie, die Stavros und seine Freunde die meiste Zeit an den Tag legen, auch auf den Zuschauer zu übertragen.
Fazit: Arg lakonisch geratene Melanchomödie.
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GR/D, 103 Min., o. A., Abaton, 3001, Passage
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Filmtitel:
Kleine Wunder in Athen
Kinos:
Abaton, 3001, Passage
Schauspieler:
Antonis Kafetzopoulos
Filmlaenge:
103 Min.
Note:
3/5
Regisseur:
Filippos Tsitos
Fazit:
Arg lakonisch geratene Melanchomödie.