Die Story: Der Akita-Welpe, der ihm auf dem Bahnhof der Kleinstadt Bedridge entgegenwedelt, hat es dem Musikprofessor Parker Wilson (Richard Gere) sofort angetan. Kurzentschlossen nimmt er das offenbar herrenlose Hündchen mit nach Hause - zum Leidwesen seiner Frau Cate (Joan Allen). Die möchte das kleine Fellknäuel so schnell wie möglich wieder loswerden, knickt jedoch ein, als Parkers Suche nach dem Besitzer fruchtlos bleibt und sie mitbekommt, wie toll sich der bald "Hachiko" getaufte Hund und ihr Mann verstehen. Hachiko wächst zu einem stolzen Rüden heran und beginnt irgendwann, jeden Tag um 17 Uhr am Bahnhof auf sein Herrchen zu warten - eine Gewohnheit, die er selbst nach Parkers Tod nicht ablegt...
Die Schauspieler: Mit dem (von drei Tieren verkörperten) japanischen Rassehund, der seinem Herrn über den Tod hinaus treu bleibt, kann es in puncto Charme natürlich kein Mensch aufnehmen. Das wissen auch Richard Gere und Richard Gere, Joan Allen die beide in ihren Rollen gleichwohl ausgesprochen sympathisch wirken. Das gilt auch für sämtliche Nebendarsteller.
Der Regisseur: Die herzergreifende Geschichte geht auf eine wahre Begebenheit im Tokio der 20er Jahre zurück. Von Lasse Hallström ("Ein ungezähmtes Leben") und seinem Drehbuchautor Stephen Lindsey wurde sie ins 90er-Jahre-Amerika verlegt. Es ehrt den Regisseur, dass er das Rührpotenzial der leicht esoterisch unterfütterten Story nicht bis zum Letzten ausreizt. Er singt das Hohelied auf tierische Treue und Loyalität ohne übermäßig zu dramatisieren und ohne seinen vierbeinigen Titelhelden allzu sehr zu vermenschlichen. Trotzdem ist die Mitnahme mindestens eines Taschentuchs Pflicht.
Note 3
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?