Die Story: Bei einem Raubüberfall werden die Frau und die Tochter des Ex-Geheimagenten Shelton brutal ermordet. Wegen der unsicheren Beweislage bietet der ehrgeizige Staatsanwalt Rice dem Haupttäter eine milde Strafe an, wenn er gegen seinen Komplizen aussagt. Daraufhin sieht Shelton rot - er foltert den Haupttäter zu Tode und beginnt ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit Rice: Nach und nach schlachtet er alle Schlüsselfiguren der Gerichtsverhandlung ab.
Die Schauspieler: Jamie Foxx ("Ray") spielt den aalglatten, arroganten, karrieregeilen Juristen Rice, dem sein Erfolg im Gerichtssaal wichtiger ist als seine Familie; Gerard Butler ("300", "Die nackte Wahrheit") gibt den eiskalten Psychopathen Shelton, der aus Rache, aus Lust am Quälen und an der Zerstörung notfalls eine ganze Stadt auslöschen würde. Die beiden Darsteller können nichts dafür, dass ihre Figuren unfassbar unsympathisch sind - wohl aber dafür, dass sie hemmungslos chargieren.
Der Regisseur: Offenbar von allen guten Geistern verlassen, verquirlt F. Gary Gray ("The Italian Job") Stammtischparolen und Sadismus zu einem abstrusen Selbstjustiz-Quark. Spannung mag trotz massiven Einsatzes von Autobomben oder Raketenwerfern nicht aufkommen, weil einem das Schicksal der Figuren herzlich egal bleibt. Dämliche Dialoge, haarsträubende Logik-Löcher und eine streckenweise stümperhafte Inszenierung passen ins Bild. Vollends unerträglich wird der Film jedoch, weil er ein heikles Thema und ein ehrenwertes Anliegen auf heuchlerische Weise an primitive Effekthascherei verrät: Die berechtigte Kritik an perversen Auswüchsen des US-Justizsystems dient nur als fadenscheiniger Vorwand für ein völlig unglaubwürdiges, reißerisches Action-Spektakel.