Die Story: Tagsüber prüft der verschrobene Einzelgänger Phillip für die Zentralbank Geldscheine auf ihre Echtheit. Abends kehrt er heim zu seinen Freunden: einer Schildkröte namens Paul und einer Bügelmaschine mit Zeitschaltuhr. Nachts träumt er von einer Karriere als Pantomime. Da stolpert die quirlige, charmante Cellistin Lina in sein Leben: Sie ist blind, doch sie eröffnet ihm einen ganz neuen Blick auf die Dinge. Erste Annäherungsversuche verlaufen allerdings desaströs...
Die Schauspieler: In der Rolle des mürrischen Eigenbrötlers agiert Bastian Trost ("Schläfer") mit angenehm sparsamer Buster-Keaton-Mimik - wunderbar, wie er Phillips Schildkrötenpanzer langsam aufbrechen lässt. Und der Berliner Theaterstar Katharina Schüttler ("Sophiiiie!") ist als lebenslustige, linkische Musikerin, die frische Töne in Phillips grauen Alltag bringt, schlichtweg bezaubernd.
Die Co-Autorin und Regisseurin: Nach ihrem vielfach preisgekrönten Kinospielfilm-Debüt "Fickende Fische" präsentiert Almut Getto nun eine ebenso schräge wie romantische Beziehungskomödie über eine Liebe mit Hindernissen. Die Geschichte mag etwas konstruiert und vorhersehbar sein, aber sie ist auf fantasievolle, sensible und berührende Weise umgesetzt: Der Film punktet mit pfiffigen Dialogen, außergewöhnlichen Schauplätzen und lakonischem, an Aki Kaurismäki geschultem Humor. Zur Belohnung gab es dafür beim Max-Ophüls-Festival den Publikumspreis.
Note 2
BU:
Phillip will Lina (Katharina Schüttler) verführen.
Öder Job: Phillip (Bastian Trost) ist Geldscheinprüfer.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?