Die Story: Wegen einer Autopanne strandet der schottische Reiseführer-Autor Pol in einem nordspanischen Dorf. Sogleich wird er Zeuge, wie eine Kuh ein Kalb zur Welt bringt, das Geburtshelfer Federico in Anlehnung an das Kyoto-Protokoll auf den Namen der japanischen Stadt tauft. Der Kleinbauer kämpft nämlich seit mehr als 30 Jahren für die Stilllegung des örtlichen Kohlekraftwerks. Neuerdings setzt er dabei seine Hoffnung auf besagtes Klimaschutz-Abkommen. Pol beginnt sich für das Anliegen Federicos zu interessieren, der nur noch wenige Freunde unter den Dorfbewohnern hat. Schließlich sorgt die Dreckschleuder auch für Arbeitsplätze. Der Schotte findet jedoch auch Gefallen an der patenten Cristina.
Die Schauspieler: Der von Celso Bugallo einnehmend verkörperte Federico wirkt in seinem tragikomischen Kampf gegen das Kraftwerk wie ein moderner Don Quijote. Einen starken Eindruck hinterlässt auch Clara Segura als temperamentvolle Cristina. Und auch Gary Piquer versprüht viel Charme.
Der Regisseur: JosØ Antonio Quirús und seine beiden Drehbuchautoren verhehlen ihre Sympathien für die Mission ihres Titelhelden nicht. Doch trotz seiner Ökobotschaft verkündet der Film keine einfachen Wahrheiten, einiges bleibt ambivalent. Denn auch wenn Federico mit seinen Aktivitäten im Zentrum des Geschehens steht: Quirús wirft einen ebenso liebevollen Blick auf einige andere Dorfbewohner. Und deren Befindlichkeiten nimmt er genauso ernst wie die seines Protagonisten.
Fazit: Unterhaltsame, nicht allzu bissige Öko-Tragikomödie.
E, 96 Min., o.A., 3001