Die Story: Mit dem Kulturbetrieb hat der Maler Marquard von Polheim schon lange nichts mehr am Hut. Als ihm der wichtige Paul-Gauguin-Preis verliehen wird, erklärt der sturzbetrunkene Künstler verbittert, dass die Auszeichnung 20 Jahre zu spät komme. Unter der "Last" der 100000 Euro Preisgeld scheinen die Schaffenskräfte in ihm endgültig zu versiegen. Seine ebenfalls malende Freundin Maria Döbereiner hat derweil das Gefühl, dass er sich sowieso schon längst von ihr entfernt hat - und sie mit seinem Modell Angie betrügt. Sie besucht ihren Ex-Freund Gregor. Und Marquard lässt sich tatsächlich auf ein kurzes Abenteuer mit Angie ein, bevor er mit seiner erwachsenen Tochter Lucia für ein paar Tage ans Meer fährt, um herauszufinden, ob er überhaupt noch weiterleben will ...
Die Schauspieler: Was Guntram Brattia und Hannelore Elsner hier - buchstäblich - auf die Leinwand bringen, ist aller Ehren wert. In jeder Szene ist ihrer Spielfreude anzumerken, wie viele Freiheiten der Regisseur ihnen bei der Ausgestaltung ihrer Rollen gelassen hat. Unterstützend wirkt zudem das angenehm zurückhaltende Spiel der Nebendarsteller.
Der Regisseur: Immer öfter setzt sich Rudolf Thome, der hier seinen 25. Film in 40 Jahren präsentiert, mit dem Tod auseinander. Er habe während der Dreharbeiten eine regelrechte Todessehnsucht verspürt, die nun aber wieder verschwunden sei, sagt der 68-Jährige. Das Wunderbare am fertigen Film ist, dass er bei aller Melancholie zugleich eine große Leichtigkeit ausstrahlt - diesen unverkennbaren Thome-Zauber, den man nur schwer erklären kann.