Die Story: Bad Blake ist ein abgehalfterter Country-Sänger. Statt in großen Konzerthallen spielt er nur noch in kleinen Bars und muss während eines Songs schon mal hinter die Bühne gehen - um sich zu übergeben. Schon lange dem Alkohol verfallen, hat der 57-Jährige aber noch nie einen Auftritt verpasst, und ein junges Groupie, das mit ihm die Nacht verbringt, findet sich auch meist noch. Doch in Santa Fe trifft er auf Jean, eine junge Reporterin, die Sehnsüchte in ihm weckt, die er längst verschüttet glaubte. Er richtet es ein, sie wiederzutreffen. So entwickelt sich eine Liebe, die eigentlich keine Chance hat. Aber daran denken beiden im Überschwang der Gefühle erst einmal nicht ¼
Die Schauspieler: Gerade 60 geworden, spielt Jeff Bridges hier die Rolle seines Lebens, die ihm bei seiner fünften Nominierung den schon lange verdienten Oscar einbringen müsste. Wie schon in "Die letzte Vorstellung", "Texasville" und natürlich als "Dude" in "The Big Lebowski", wirkt sein Spiel auch hier ganz und gar unangestrengt. Dem stehen Maggie Gyllenhaal, Colin Farrell und Robert Duvall in nichts nach.
Der Regisseur: Bei seinem ersten Film, der auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Cobb beruht, war Scott Cooper schlau genug, seine Inszenierung ganz in den Dienst der Geschichte und vor allem der Akteure zu stellen. Wie in den Texten und Melodien der guten alten Country-Songs von T Bone Burnett oder Stephen Bruton, die Bridges natürlich selbst singt, findet Cooper in seinen Bildern immer wieder genau die Balance zwischen Melancholie und Hoffnung.
Fazit: Mag die Geschichte auch noch so vertraut sein, bekommt man sie hier mit echter Herzenswärme und ohne einen falschen Ton präsentiert.
Note: 2
USA, 110 Min., ab 6 J., UCI Othmarschen, Abaton
BU: Zarte Gefühle: Bad Blake und Jean
Bad Blake (Jeff Bridges) singt heute nur noch in kleinen Kneipen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?