"Die eine Burg plündern wir noch!", ruft König Richard Löwenherz seinen Mannen zu. (Der britische Herrscher und seine Armee befinden sich gerade in Frankreich, auf der Rückkehr vom dritten Kreuzzug.) Hätte er den Mund mal nicht so voll genommen. Bald darauf ist er tot, und der Bogenschütze Robin Longstride und ein paar Gefährten machen sich auf in die Heimat. Da liegt einiges im Argen, denn Kreuzzüge sind kostspielig. Und so gibt es für Robin Longstride alias "Hood" viel zu tun.
"Schon wieder ein Robin-Hood-Film?", mögen jetzt viele aufstöhnen. Tatsächlich gibt es bereits rund 30 Kino- und TV-Produktionen, die den "Rächer der Enterbten" zum Helden haben. Aber Meisterregisseur Ridley Scott ("Alien", "Blade Runner") bemüht keins der sattsam bekannten Klischees und zeigt den Outlaw, wie wir ihn noch nie gesehen haben. Dazu verpflichtete er seinen "Gladiator"-Star Russell Crowe für die Titelrolle, das Drehbuch schrieb Oscarpreisträger Brian Helgeland ("L.A. Confidential", "Mystic River"). Und der Autor kaut nicht zum 30. Mal die altbekannte Geschichte durch, sondern setzt früher an: Hier erfahren wir, warum Robin Hood und seine Leute zu Gesetzlosen wurden.
Fazit: Erinnert ab und zu an "Gladiator", dennoch: Ridley Scott zeigt interessante neue Facetten der altbekannten Geschichte.
USA, 148 Minuten, ab 12 Jahren, Cinemaxx (alle), Koralle, Hansa-Filmstudio, Streits, UCI (alle)