MOPONews
News

KINDESENTZIEHUNG!

Nina (8) darf ihren Vater nicht sehen

Das hat es bisher nur ganz selten in Deutschland gegeben: In Pinneberg wurde gestern gegen eine Mutter ein Strafverfahren wegen Kindesentziehung eröffnet. Der 41-jährigen Schenefelderin Kerstin T. wird vorgeworfen, seit vier Jahren jeden Kontakt des Vaters zu der heute achtjährigen Nina (alle Namen geändert) zu vereiteln. Seit 2002 hat der Diplom-Informatiker Stefan Hofmann (42) sein Kind nur zwei Mal sehen können - und auch das nur mit Hilfe des Gerichts.



Der Krieg der Eltern um das Kind füllt inzwischen so viele Aktenordner, dass die Richterin gestern bei Prozesseröffnung nur meinte: "Dieser Fall ist ohne Worte." Eine Gutachterin soll geäußert haben, dass sie in all den Jahren "so etwas noch nicht erlebt" habe. Für die Mutter sei es inzwischen schon fast zur Lebensaufgabe geworden, den Vater dem Kind zu entfremden. Kerstin T. soll die Tochter in einen schweren Loyalitätskonflikt gestürzt haben. Bei einem der seltenen Treffen sagte Nina zum Vater angeblich: "Ich habe dich lieb - aber sag das nicht der Mama, sonst bekomme ich Schimpfe." Einer Erzieherin vom Kindergarten vertraute Nina an, wenn sie es wage, die Mutter nach dem Vater zu fragen, müsse sie sofort aufs Zimmer gehen.



Sechs Jahre zurück: Stefan Hofmann und seine Lebensgefährtin trennen sich. Die erste Zeit sehen sich Vater und Tochter noch regelmäßig. Als Stefan Hofmann dann aber 2002 eine neue Freundin findet, ändert sich plötzlich alles: Die Mutter soll von da an jeden weiteren Kontakt untersagt haben. Unzählige Male bemüht Stefan Hofmann daraufhin das Familiengericht. Immer wieder werden Umgangsregelungen getroffen, an die sich die Mutter aber laut Staatsanwaltschaft nie hält - auch nicht, als gegen sie ein Zwangsgeld verhängt wird. Die Staatsanwaltschaft spricht von "kindeswohlgefährdender psychischer Einflussnahme". Inzwischen sei es nämlich schon so weit, dass Nina Angst vorm Vater habe, ihn nicht mehr sehen wolle. Ihr wurde offenbar von der Mutter eingeredet, dass der Vater sie mit Gewalt der Mutter entreißen wolle.



Vor Gericht zeigte sich die Angeklagte, gegen die inzwischen auch ein Verfahren auf Sorgerechtsentziehung läuft, wenig einsichtig. Dem Vater gab sie die Schuld. Und auch den Behörden. "Mein Kind will den Vater eben nicht sehen. Ich kann es doch nicht zwingen." Auf die Frage, wie es denn so weit kommen konnte, dass das Kind solche Angst entwickelte, hatte sie keine Antwort.



Den Vorschlag der Richterin, die verfahrene Situation durch einen gerichtlichen Mediator klären zu lassen und das Strafverfahren auszusetzen, lehnte Stefan Hofmann als Nebenkläger ab. Nun wird wohl eine langwierige Beweisaufnahme beginnen. Kindergarten, Schule, Jugendamt und Gutachter werden aussagen müssen. Die MOPO wird dranbleiben.

Weitere Meldungen News
In Notunterkünften verbrachten viele Menschen die Nacht.

Auch in der Nacht zum Montag erschütterten neue Erdstöße die Region Emilia Romagna. Inzwischen ist von sieben Toten die Rede.  mehr...

10. Weil der Pirelli-Kalender angefragt hat: 

Der Olymp der erotischen Aufnahmen.  Ob Penélope Cruz, Kate Moss, Naomi Campbell oder Cindy Crawford – absagen kam da wohl kaum in Frage.

Viele prominente Frauen zeigen sich gern mal nackt – und finden dafür immer einen plausiblen Vorwand. Hier die zehn beliebtesten Gründe...   mehr...

Schrieb Terror-Braut Beate Zschäpe: Anders Breivik.

Nach seiner Horror-Tat sucht der norwegische Massenmörder Anders Breivik nun Kontakt zu anderen rechten Kriminellen. Der 33-Jährige schrieb dafür Briefe an Beate Zschäpe und Peter Mangs.  mehr...

Datum:  1.11.2006
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen