"Darf ich bitten? Draußen steht mein Schlitten!" Mit dieser unwiderstehlichen Einladung schafft es der zwielichtige Wolf, das gutgläubige Schaf zu einer abenteuerlichen Fahrt in den Wald zu locken. Das verlässt zum ersten Mal seinen sicheren, aber eben auch langweiligen Stall.
"Das Schaf ist saftig, aber auch nett!", denkt der hungrige Chef des Waldes bald, denn selten hat er sich mit einer "Mahlzeit" so gut amüsiert: Seine Beute ist charmant, hat immer neue Ideen und mag ihn auch noch. Als das Schaf dem Raubtier sogar noch das Leben rettet, ist klar: "Ein Schaf fürs Leben" darf nicht gefressen werden!
Hermann Book als Wolf zwischen Heimtücke, Zweifeln und Zuneigung ist ebenso grandios wie Christine Ochsenhofer als verliebtes Schaf. Im natürlichen Feind sieht sie nur ihren dichtenden Helden, den sie derart liebenswert außer Gefecht setzt, dass sich vermutlich jedes Kind im Publikum "Ein Schaf fürs Leben" wünscht. Regisseurin Gertrud Pigor macht aus dem gleichnamigen Buch ein urkomisches Stück für Kinder ab fünf Jahren, und das gehört ab sofort zum Besten, was das Junge Schauspielhaus im Repertoire hat.
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