Die Story: Die Freunde Eugen und Wrigley führen nur Blödsinn im Schilde. Als sie es mal wieder besonders bunt getrieben haben, streichen ihnen die Eltern das sommerliche Pfadfinderlager und verdonnern sie stattdessen zum Landdienst. Doch so leicht sind die beiden Berner Tunichtgute nicht zu disziplinieren. Eugen ist eine Schatzkarte in die Hände gefallen, die einst Fritzli Bühler gehörte. Die beiden Kumpel türmen, um den legendären "König der Lausbuben" in Zürich ausfindig zu machen. Auf dem Weg dorthin verstärkt von Eduard und Bäschteli, beginnt ein abenteuerlicher Trip quer durch die Schweiz, auf dem das Quartett von Eltern und Polizei verfolgt wird.
Die Schauspieler: Das "einig Volk von Bengeln", das die vier sein wollen, setzt sich aus verschiedenen Typen zusammen: Manuel Häberli spielt den smarten Eugen, Janic Halioua den draufgängerischen Wrigley, Dominic Hänni das Muttersöhnchen Bäschteli, Alex Niederhäuser den wohlgenährten Kraftprotz Eduard. Neben der Schar munter agierender Jungdarsteller sind in den Erwachsenenrollen viele zumindest in ihrer Heimat prominente Schauspieler zu sehen.
Der Regisseur: In der Schweiz war Michael Steiners Lausbubenkomödie ein Kassenknüller. Das verwundert kaum, denn die aus den 50er Jahren stammende und auch heute noch viel gelesene Buchvorlage von Klaus Schädelin zählt dort quasi zum nationalen Kulturerbe. Bei uns wird es der Film schwerer haben, hebt er doch sehr auf eidgenössische Eigenarten - auch sprachliche - ab. Dessen ungeachtet können sich jüngere Zuschauer aber vorbehaltlos an den pädagogisch unkommentierten Streichen der aufgeweckten Viererbande und etlichen visuellen Spielereien erfreuen. Bei älteren Begleitpersonen dürften nostalgische Gefühle aufkommen. Denn die schönen Bilder lassen die Schweiz der 60er Jahre wieder aufleben, in die die Handlung verlegt wurde.
Fazit: Mitunter allzu betont überdrehter, aber origineller Kinospaß.