Der Hamburger SV ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Aber mal ganz ehrlich: Passt der Schlussakkord mit Happy End nicht zu dieser verrückten Saison? Selbst im letzten Bundesligaspiel, selbst mit einer 2:0-Führung bei der Frankfurter Eintracht im Rücken, blieb den Fans wie schon so häufig in den 53 (!) Pflichtspielen eine Achterbahnfahrt der Emotionen nicht erspart. Jetzt gilt es für die Verantwortlichen kurz durchzuatmen, um dann das zentrale Thema Verstärkungen anzugehen. Die abgelaufene Saison hat nämlich auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie sehr den Hamburgern ein echter Leitwolf fehlt. Ein kreativer Kopf mit der Gabe, Mitspieler in Szene zu setzen, sie mitzureißen oder ihnen vor allem auch mal verbal die Meinung zu geigen, wenn es nicht so läuft. Einer vom Kaliber wie einst Stefan Effenberg. Ein schwieriger Auftrag, aber Leisetreter hat der HSV genug.