Anke Nobis und Ulrike Kutsch, die Chefinnen des JEW, haben die Betreuer zur Rede gestellt. "Sie verwahren sich dagegen, dass die Kinder gezwungen wurden, an dem Spiel teilzunehmen. Es habe auch niemand überprüft, ob sich die Kinder ausgezogen haben oder nicht."
Unabhängig davon räumen aber beide Chefinnen ein: "Das Spiel hätte so nicht gespielt werden dürfen." Eine Gefahr für die Kinder habe aber nicht bestanden. "Es gab keinen sexuellen Missbrauch."
Seit 25 Jahren veranstaltet das JEW Freizeiten für Kinder. "Es gab nie einen Vorfall", so Ulrike Kutsch, die pädagogische Leiterin. Sie versichert, dass es sich bei den 250 JEW-Betreuern um "treue, solide Ehrenamtliche handelt, die ihre Freizeit investieren, um soziales Ungleichgewicht auszugleichen".
1800 Kinder aus teils weniger wohlhabenden Familien haben vergangenes Jahr an den Freizeiten teilgenommen. Alle JEW-Betreuer haben die Jugendleiter-Card – eine Art für Führerschein für die Jugendbetreuung. Jeder angehende Betreuer werde 40 Stunden lang berufsbegleitend ausgebildet.
Mit den drei Müttern, die sich über die Nacktspiele auf Sylt beschwert haben, wollen die JEW-Chefinnen jetzt ein Gespräch führen. Neben Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall nun auch die Jugendbehörde.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?