Die heilende Wirkung muss erst noch nachgewiesen werden. Zumindest aber hat Martin Jol alles probiert. Erst verabreichte der Trainer seinen Jungs eine Schocktherapie, anschließend redete er sie stark. Steht nach zuletzt sieben Bundesligagegentoren gegen Wolfsburg (1:3) und in Gladbach (1:4) heute die Null?
Jol hatte gestern etwas Besonderes parat. Ein Video, garniert mit allen Gegentoren seit dem 2:3 in Karlsruhe am 7. Februar. Zwölf waren es in acht Pflichtspielen - eindeutig zu viele. Der Trainer fordert Kompaktheit, auch, wenn es mal wehtut. "Selbst wenn man müde ist, kann man die Räume noch zumachen", lautet seine eindringliche Forderung. Etwas mehr Aggressivität sei im Rückwärtsgang vonnöten, "so schwer ist das nicht zu lernen. Ich hoffe, dass es jetzt alle kapiert haben." Jols Schocktherapie - sorgt sie für Besserung?
Zurückgreifen will er heute wieder auf Michael Gravgaard. Der Däne, mit gebrochenem Finger und Spezial-Schiene unterwegs, leidet noch unter leichten Leistenproblemen. "Aber ich denke, er wird dabei sein", so Jol.