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JETZT GEHTS WIEDER LOS!

Land unter am Hafenrand!

Tief "Britta" zeigte seine Kraft - und machte aus der Fischauktionshalle eine Insel. Heftiger Nordwestwind hat gestern den Hamburgern die Haare zerzaust und die Stadt durcheinandergewirbelt. Der Wind fegte mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde die Wassermassen der Nordsee in Richtung Hamburg. Der erste Herbststurm, er ging zum Glück glimpflich aus.



Wer einen Termin an der Großen Elbstraße hatte, bekam gestern mehr als nur nasse Füße. Einen Meter hoch stand das Wasser an der Fischauktionshalle. Damit die Elbe nicht in die Hafenstraße schwappte, wurde das stählerne Flutschutztor geschlossen. Keller liefen voll. Touristen fotografierten das Naturspektakel. Mitarbeiter der Stadtreinigung sammeln nach Rückzug des Wassers insgesamt 15 Tonnen Müll ein.



Zeitgleich kämpft das einlaufende Containerschiff "Wanilogger" mit den Böen. Der 80 Meter lange Kahn knallt gegen einen Anleger. Der Frachter treibt nur fünf Meter an einer Löschbootstation der Feuerwehr vorbei, bevor er mit Hilfe eines Schleppers wieder gesichert werden kann. "Das war haarscharf", so Feuerwehrsprecher Thorsten Grams.



Die Feuerwehr rückte zu 30 Sturmeinsätzen aus. In Osdorf wird ein Mann von einem Ast getroffen, in Harburg verletzen Teile einer umherfliegenden Markise einen Passanten. Zehn Autos werden von ihren überfluteten Parkplätzen gezogen, Hausdächer und Baugerüste müssen gesichert, Straßen von herabgestürzten Ästen befreit werden.



"Hamburg ist glimpflich davongekommen", so Gerhard Weisschnur, Leiter des Katastrophenschutzes. "Es kam lediglich zu den üblichen Überflutungen in der Speicherstadt, am Fischmarkt und in Neumühlen." Die Experten hatten am frühen Morgen ein Hochwasser von 5,90 Meter über Normalnull und die schwerste Sturmflut seit 1999 befürchtet - und sogar die Sperrung des gesamten Hafens vorbereitet.



Um kurz vor 10 Uhr schwappte die Elbe dann "nur" auf einen Stand von 4,88 Metern. Grund: Der Sturm hatte seine Richtung geändert. Deshalb wurde das Wasser nicht weiter in die Elbmündung gedrückt. Nun hat sichs aber erst mal ausgepustet. "Britta" zieht nach Nordosteuropa ab, es wird sonnig und kühl. Höchstwerte: 5 bis 7 Grad.

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Datum:  2.11.2006
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen