Wenn die Angst um die geliebten Eltern das Herz zerfrisst, werden die Sorgen des Alltags nebensächlich. Jeanette Biedermann (29) hat dem Tod ins Auge geblickt.
Papa Bernd (55) liegt mit Bauchspeicheldrüsenkrebs im Krankenhaus. Erstmals spricht die Sängerin und Schauspielerin jetzt über das Drama ihres Lebens.
Auch wenn es ihr manchmal schwer fällt, sie kämpft. Zehn Wochen Hölle hat die Künstlerin hinter sich. Sie sagte ihre Tournee und Dreh-Termine ab, wollte nur noch für ihren kranken Daddy da sein. Das war im März. Inzwischen ist Jeanette wieder da, dreht für ProSieben den Mittelalter-Thriller ,,Isenhart" und denkt bereits vorsichtig über ein Tour-Comeback nach.
,,Ich musste einfach wieder arbeiten, ich hatte Angst mich zu verlieren", so die Künstlerin zur MOPO. ,,Mein Vater liegt seit sechs Wochen in der Klinik. Er wurde drei Mal operiert. Und ich habe mich um ihn gekümmert. Wenn alles gut geht, vielleicht darf er dann in zwei Wochen raus. Aber er muss noch mal operiert werden."
Bauchspeicheldrüsenkrebs ist tückisch, das weiß auch Jeanette. Sie sagt: ,,Es ging in den letzten Wochen um Leben und Tod." Auch um ihr Leben, ein Leben, das sie gegen keines auf der Welt eintauschen möchte. Sie könnte wieder auf Tour gehen, die Ablenkung in der Menge suchen, an ihre großen Erfolge anknüpfen. Die Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen.
Im Sommer verkünden sie und Manager Holger Kurschat, wie es weitergeht.
Aktuell jedenfalls zeigte sich eine gereifte Jeanette - ganz ungewohnt in Business-Outfit mit kleidsamem, blondem Bob und Bleistiftrock - auf einer Vernissage in Berlin. Und blickt nach dem Bangen der letzten Wochen wieder ein wenig vertrauensvoller und heiterer in die Zukunft.