Countdown für die Sanierung des Gängeviertels: Das Bezirksamt Mitte hat dem niederländischen Investor Hanzevast die Baugenehmigung erteilt. Überweist das Unternehmen nun nicht innerhalb von 14 Tagen die zweite Kaufpreisrate in Höhe von 2,7 Millionen Euro, fällt das Areal zurück an die Stadt.
Um keinerlei Unklarheiten aufkommen zu lassen, übergab eine Mitarbeiterin der Bauprüfabteilung die Baugenehmigung persönlich an einen Rechtsanwalt von Hanzevast. Der Erteilung der Genehmigung hatte sich verzögert, weil die Kulturbehörde die erforderliche denkmalrechtliche Erlaubnis für den Bau erst verspätet erteilt hatte. Hanzevast hatte am 2. Oktober 2008 den Vertrag mit der Stadt zum Gängeviertel unterschrieben und die erste Kaufpreisrate in Höhe von 2,7 Millionen bezahlt. Wenn das Unternehmen, das aktuell in Zahlungsschwierigkeiten sein soll, nun die zweite Rate schuldig bleibt, kann Hamburg das Gängeviertel innerhalb von vier Wochen zurücknehmen. Darauf spekulieren offenbar die Besetzer, die es bisher ablehnten, einen Vertrag über eine zeitlich begrenzte Zwischennutzung zu unterschreiben. In einer Erkärung heißt es: "Wir fordern die Überlassung des Areals in Selbstverwaltung."