Seit seinem überwältigenden Erfolg als Star der drei "High School Musical"-Filme löst Zac Efron weltweit Kreischalarm aus. Auch bei der Berliner Premiere seines neuen Films "17 Again" badet er souverän in einem Meer jubelnder junger Mädchen. Doch beim MOPO-Interview wirkt der zierliche, kleine Hollywood-Märchenprinz extrem schüchtern: Seine wasserblauen Augen versteckt er hinter einem ins Gesicht frisierten Pony; höflich und charmant beantwortet er die Fragen, während eine PR-Dame neben ihm wie ein Bluthund aufpasst, dass der 21-jährige Beau nichts Falsches sagt.
plan7: Wären Sie selbst gern noch einmal Schüler?
Zac Efron: Ich denke oft, wie es wäre, wenn man mit seiner jetzigen Klugheit und Erfahrung wieder zur Schule gehen könnte. Damals hat man die ganzen Problemchen viel zu ernst genommen. Heute weiß ich: Dein Lebensweg wird überhaupt nicht durch die Schulzeit bestimmt. Das ist mein Rat an alle Teenies: Ihr könnt alles aus euch machen, egal wie uncool ihr in der Schule seid!
plan7: Was waren Sie denn für ein Schüler? Ein Rebell? Ein Streber? Ein Außenseiter?
Efron: Ich war kein sehr rebellischer Typ. Zumindest habe ich versucht, gute Noten zu bekommen. Vielleicht war ich der coolste unter den Nerds.
plan7: Ihre Kollegin Miley Cyrus schwärmte als junges Mädchen für John Lennon. Und Sie?
Efron: Als Sechsjähriger habe ich "Terminator 2" gesehen - daraufhin war Arnold Schwarzenegger jahrelang mein Held. Viel später durfte ich ihm bei einer Premiere sogar mal die Hand schütteln. Ein tolles Gefühl! Aber ich habe ihm natürlich nichts von meiner Schwärmerei erzählt.
plan7: Inzwischen sind Sie selbst Mädchenschwarm Nummer eins. Was war Ihr verrücktestes Erlebnis mit Fans?
Efron: Bei einer Premiere in Sydney stand ein junges Mädchen mit einem Blumenstrauß hinter der Absperrung. Als ich näherkam, sah ich, dass sie einen Schleier trug. Sie hatte sich das Hochzeitskleid ihrer Mutter angezogen - und machte mir tatsächlich einen Heiratsantrag!
plan7: Wer bringt Ihnen bei, mit derart bizarren Begebenheiten umzugehen?
Efron: Das kann man nicht lernen. Man wird einfach in solche Situationen hineingeworfen - und fällt entweder auf die Füße oder auf die Schnauze. Miley Cyrus ist zum Beispiel extrem gesellig; Sie liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und sich mit jedem zu unterhalten. Sie ist für dieses Leben wie geschaffen.
plan7: Und Sie?
Efron: Ich bemühe mich, die Fans nicht zu enttäuschen. Doch ich werde nie verstehen, was jemanden dazu bringt, so hysterisch zu kreischen. Das belustigt mich jedes Mal.
plan7: Sie halten Ihr Privatleben streng unter Verschluss ...
Efron: Ja, weil ich es für völlig uninteressant halte - und weil ich davon überzeugt bin, dass du nicht mehr glaubwürdig verschiedene Rollen auf der Leinwand verkörpern kannst, wenn die Öffentlichkeit alles über dich weiß. Matt Damon überzeugt in seinen Rollen, weil er eben nicht in jeder Zeitschrift verkündet: "Ich trinke täglich Milch vor dem Schlafengehen!" Oder: "Meine Lieblingsfarbe ist Türkis, aber nur mittwochs!"