Simon Rolfes (27) ist ein Hamburger - zumindest in dieser Woche. Morgen mit der Nationalelf gegen Finnland, am Sonnabend mit Spitzenreiter Leverkusen beim HSV. Trochowski & Co. sind gewarnt - denn Rolfes ist derzeit in absoluter Topform.
MOPO: War der starke Auftritt in Moskau ein Fingerzeig an die Konkurrenz in Europa und der Welt?
Rolfes: Sicher haben viele auf uns geschaut - wir haben gezeigt, dass Deutschland da ist, wenn's drauf ankommt. Das war von der Psychologie her ein wichtiges Spiel - für uns und auch für die Gegner.
MOPO: Sie haben Ihren Kumpel Hitzlsperger im defensiven Mittelfeld verdrängt - hat er Ihnen die Freundschaft gekündigt?
Rolfes: Nein, wir verstehen uns weiterhin gut. Das wird auch immer so bleiben. Wir sind die Elite des deutschen Fußballs - es ist doch ganz normal, dass es einen immensen Konkurrenzkampf gibt.
MOPO: Leverkusen ist Erster - wie viel Selbstvertrauen bringen Sie oder René Adler mit zum DFB?
Rolfes: Das ist eine Wechselwirkung. In der schwachen Bundesligaphase der vergangenen Rückrunde hat man ja gesehen, dass mehrere unserer Spieler in der Nationalelf nicht so positiv zur Geltung gekommen sind.
MOPO: Wie sehr denken Sie denn schon ans Spitzenspiel am Sonnabend?
Rolfes: Das ist natürlich im Hinterkopf. Es ist ein besonderes Spiel. Und dementsprechend wird die Motivation auch sein.
MOPO: Freuen Sie sich auf die Begegnung mit Ihrem Ex-Coach Bruno Labbadia?
Rolfes: Ich denke, dass da schon genug geschrieben wurde. Das spielt keine Rolle mehr. Ich bin einfach froh, dass wir wieder in die Erfolgsspur gefunden haben.
BU: Gut drauf: Mittelfeldabräumer Simon Rolfes ist derzeit in herausragender Verfassung.