Er war Hauptdarsteller und Autor der britischen Kultfilme "Shaun Of The Dead" und "Hot Fuzz". Vor zwei Jahren war Simon Pegg dann an der Seite von Tom Cruise in "Mission:Impossible III" zu sehen. Dessen Regisseur J. J. Abrams engagierte den Briten nun auch für sein "Star Trek"-Spektakel - als Scotty, den Maschinisten des legendären Raumschiffs Enterprise.
plan7: Wer in "Star Trek" spielt, muss sich auch den Fans stellen¼
Simon Pegg: Was die "Trekkies", die totalen Fans, anlangt, wird man als Neueinsteiger wohl immer Schwierigkeiten haben: Manche bestehen einfach darauf, dass es nur das Original geben kann.
plan7: Warum haben Sie sich für die Rolle des Scotty beworben? Hätten Sie auch gerne Pille oder Kirk gespielt?
Pegg: Als ich von dem Projekt hörte, hatte ich nie daran gedacht, mitzuspielen. Dann kam völlig unerwartet eine E-Mail von Regisseur J. J. Abrams, in der er fragte, ob ich nicht den Scotty spielen wollte. Da wir uns zuvor bei "Mission:Impossible III" so glänzend verstanden hatten, habe ich zugesagt.
plan7: Das berühmte "Beam me up, Scotty" wurde in der Serie nie gesagt - kommt der legendäre Satz wenigstens im Film vor?
Pegg: "Beam me up, Scotty" wird auch im Kino nicht zu hören sein - ich glaube, auch in Zukunft nicht. (lacht)
plan7: Was wäre so verwerflich daran?
Pegg: Dieser Spruch ist inzwischen ja zu einer Art Witz geworden - und wir wollen uns im Kinofilm auf keinen Fall über die Serie lustig machen. "Star Trek" bekommt von uns die Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es ganz einfach auch verdient.
plan7: Wie verlief Ihre Begegnung mit Leonard Nimoy, dem legendären Mr. Spock von damals?
Pegg: Es war eine große Ehre, Leonard zu treffen und mit ihm gemeinsam aufzutreten. Oder besser gesagt: mit Mr. Spock gemeinsam aufzutreten. Immerhin ist das ein Idol meiner Kindheit.
plan7: Angeblich sollen alle alten "Enterprise"-Darsteller bei den Dreharbeiten dabei gewesen sein - nur Ihr Vorgänger James Doohan ist gestorben.
Pegg: Bis auf William Shatner, den alten Captain Kirk, waren tatsächlich alle von der alten Crew beim Dreh dabei, haben ihre Nachfolger beraten und dem Projekt persönlich ihre besten Wünsche übermittelt. In meinem Fall fungierte Chris Doohan, der Sohn des verstorbenen Scotty-Darstellers, als mein Assistent im Transporter-Raum.
plan7: Die Schauspieler von einst haben sich gerne über die kratzenden Polyester-Kostüme beklagt - ist der Tragekomfort der Uniformen inzwischen besser geworden?
Pegg: Ich habe keinen Grund zu klagen. In einigen Szenen musste ich eine schwere Ledermontur tragen, die zu allem Überfluss noch völlig durchnässt wird - danach war ich über die komfortable Uniform schon ziemlich glücklich!