Er hat griechische Nachrichtensprecher, französische Modedesigner und türkische Ritter parodiert, jetzt spielt Rick Kavanian einen italienischen Auftragskiller. Bekannt wurde er durch seine Rollen in den Filmen "Der Schuh des Manitu" und "(T)raumschiff Surprise - Periode 1" von seinem langjährigen Freund Bully Herbig. Mit "Mord ist mein Geschäft, Liebling" erfüllte er sich jetzt einen Kindheitstraum.
plan7: Wer war wichtiger in Ihrem Leben: Ihre Mutter oder Ihr Partner und guter Freund Bully Herbig?
Rick Kavanian: Meine Mutter. Ich arbeite jetzt schon mein halbes Leben lang mit Bully, und das würde bestimmt nicht so gut klappen, wenn meine liebe Frau Mama mich nicht so positiv geprägt hätte. Sie hat großen Anteil daran, dass ich ein optimistischer Mensch bin.
plan7: Und Bullys Einfluss?
Kavanian: Was meine Mutter auf privater Ebene für mich ist, hat Bully auf beruflicher Ebene für mich geleistet. Ich wollte nach der Schule ja eigentlich Kinderarzt werden, doch Bully sagte irgendwann zu mir: "Komm, lass das. Mach was Vernünftiges!" Das klang für mich natürlich nicht gerade plausibel. Wir fingen an zu studieren, machten nebenbei eine kleine Radiosendung und träumten heimlich vom Film. Dass die Komik und der Humor einmal mein Zuhause werden könnten, hätte ich vor 19, 20 Jahren niemals gedacht.
plan7: Erinnern Sie sich an Ihre erste Begegnung mit Bully?
Kavanian: Wir haben uns in einem Fahrstuhl kennengelernt, auf dem Weg in die Münchener Diskothek "Wolkenkratzer". Bully hatte einen Schlüsselanhänger, mit dem man so lustige Science-Fiction-Sounds machen konnte. Ich hörte diese Geräusche und dachte nur, verdammt, der Fahrstuhl bleibt gleich stecken. Bully stand hinter mir und hat sich innerlich totgelacht. Wir fanden uns auf Anhieb sympathisch.
plan7: Wer waren damals Ihre Vorbilder?
Kavanian: Robin Williams fand ich damals wie heute einfach unbeschreiblich. Ich habe gerade eine Aufzeichnung von seinem Auftritt 1984 im New Yorker Metropolitan Opera House gesehen, die mich umgehauen hat. Seine Persönlichkeit und die Gabe zu improvisieren! Unbeschreiblich ¼
plan7: Sie spielen in "Mord ist mein Geschäft, Liebling" an der Seite von Bud Spencer und Franco Nero. Ist damit ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen?
Kavanian: Bud Spencer war für mich der erste Kinostar meines Lebens. Davor fand ich nur "Das Dschungelbuch" und "Bernhard und Bianca" toll. Ich habe damals "Das Krokodil und sein Nilpferd" mit meiner Mutter im Kino gesehen, und Bud Spencer hat mich im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen. Als ich ihn dann jetzt am Set kennenlernte, fühlte ich mich wieder wie ein kleiner Schuljunge. Aber erst als ich uns jetzt gemeinsam auf der Leinwand gesehen habe, ist der Traum wirklich in Erfüllung gegangen. Ein absolut surreales Gefühl.
plan7: "Mord ist mein Geschäft, Liebling" ist Ihre erste Hauptrolle. Ist das auch der Versuch, mal eine Auszeit von Bully zu nehmen?
Kavanian: Viele denken ja schon, wir hätten uns gestritten! Dabei war meine Comedy-Bühenshow vor ein paar Jahren bereits der erste Schritt in eine selbst gewählte Unabhängigkeit. Bully und ich sind gute Freunde, daher sage ich: Warum soll ich nicht mit jemandem arbeiten, dem ich völlig vertraue und der mit mir auf einer Wellenlänge ist? Wir werden natürlich auch weiterhin zusammenarbeiten.
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