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INTERVIEW MIT JORIS MATHIJSEN

"Platz eins ist für uns kein Druck"

Schon wieder drei Gegentore gegen Wolfsburg. Abwehrchef Joris Mathijsen nimmt in der MOPO Stellung.



MOPO: War Wolfsburg so stark oder der HSV so schwach?



Mathijsen: So klar kann man das nicht trennen. Wir haben alles versucht und auch einige Chancen gehabt. Ich denke, dass wir trotz der Niederlage ein ordentliches Spiel gemacht haben.



MOPO: Ihre Mannschaft hat schnell 2:0 zurückgelegen. War das schon die Entscheidung?



Mathijsen: Wenn man 0:2 hinten liegt, ist es natürlich schwierig. Bei den Gegentoren haben wir Fehler gemacht. Wir hatten vorher auch unsere Chancen. Ich glaube, wir hätten es noch drehen können. Das haben wir in dieser Saison schon oft geschafft. Leider ist es uns diesmal nicht gelungen.



MOPO: Wie bewerten Sie die Elfmeter-Situation?



Mathijsen: Ich finde, dass so etwas kein Elfer sein darf. Der Stürmer hatte doch gar keine richtige Torchance. Dzeko hat dasselbe in Berlin gemacht und ein Tor geköpft, das gezählt hat. Wer weiß, was da vorher gewesen ist. Der Linienrichter hat entschieden. Der hat nur das Trikot gesehen. Der Schiedsrichter hat insgesamt nur ganz wenig für uns gepfiffen.



MOPO: Beim zweiten Tor verletzt sich Guy Demel.



Mathijsen: Das war natürlich unglücklich. Normalerweise passiert so etwas nicht.



MOPO: War nach der ganzen Euphorie der Druck zu groß?



Mathijsen: Auf keinen Fall. Platz eins ist kein Druck. Das haben wir uns vorher noch gesagt und auch, dass wir Spaß haben wollen.



MOPO: In der Stadt träumen Tausende vom Titel.



Mathijsen: Die Stadt darf träumen. Auch wir haben alle einen Traum. Noch ist nichts verloren. Ich habe noch immer Vertrauen, dass wir in diesem Jahr etwas holen. Wir wissen aber auch, dass derzeit alle drei Tage ein Spiel ist. Alles andere ist jetzt nicht wichtig.

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Datum:  2.3.2009
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